Walmart baut seine Gesundheitsleistungen für die Belegschaft deutlich aus. Der größte private Arbeitgeber der USA bietet seinen Beschäftigten künftig mehr als 250 Medikamente ohne Zuzahlung an, darunter bestimmte Insulinpräparate und Inhalatoren. Der Konzern reagiert damit auf steigende Gesundheitskosten, die viele amerikanische Haushalte zusätzlich zur Inflation belasten.
Was Mitarbeiter bekommen
Die Einschreibephase für die Leistungen läuft seit Samstag und endet am 6. November. Betroffen ist eine heimische Belegschaft von rund 1,6 Millionen Menschen. Wer auf Multiple Sklerose oder Parkinson untersucht wird oder bereits eine entsprechende Diagnose hat, erhält kostenlose Fachuntersuchungen. Eltern von Kindern auf der Neugeborenen-Intensivstation können bis zu zwölf Wochen bezahlte Freistellung nehmen.
Die Krankenversicherung startet bei 38,30 Dollar pro zweiwöchiger Gehaltsperiode. Programme zum Umgang mit Prädiabetes, Diabetes oder Gewicht sind kostenlos, sofern die klinischen Voraussetzungen erfüllt sind. Personalchefin Donna Morris spricht von „umfassender und bezahlbarer“ Gesundheitsversorgung.
Schon bisher bot der Konzern 20 kostenlose Therapiesitzungen pro Jahr und bis zu 20.000 Dollar für Kinderwunschbehandlungen, Adoption oder Leihmutterschaft.
Aktie auf hohem Niveau
An der Börse läuft es für Walmart derweil robust. Die Aktie schloss zuletzt bei 113,08 Dollar und liegt auf Jahressicht knapp 12 Prozent im Plus. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 897 Milliarden Dollar, das Kurs-Gewinn-Verhältnis etwa 41. Nach der Bewertung von InvestingPro erscheint das Papier damit gemessen am fairen Wert als teuer. Immerhin hebt der Konzern seine Dividende seit 31 Jahren in Folge an.
Executive Vice President Daniel Bartlett verkaufte am 1. Oktober 3.990 Aktien zu 104,41 Dollar, zusammen rund 417.000 Dollar. Der Verkauf lief über einen Rule-10b5-1-Plan, der bereits im März offengelegt wurde. Bartlett hält weiterhin über 618.000 Aktien.
Analysten bleiben überwiegend zuversichtlich. DA Davidson bestätigte nach Besuchen eines Sam’s-Club-Testmarkts in Grapevine und eines Modell-Pop-up-Stores in New York die Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 132 Dollar. Eine Umfrage von Goldman Sachs sieht Walmart bei Lebensmittelpreisen 15,7 Prozent unter dem Durchschnitt der Vergleichsgruppe, mehr als im Vormonat.
Konzernchef John Furner betonte zudem, Kundendaten würden nicht für dynamische Preise genutzt. Das Zahlungsunternehmen PhonePe, an dem Walmart beteiligt ist, hat vorläufige Zulassungen für Zahlungslizenzen in den Vereinigten Arabischen Emiraten erhalten. Die endgültige Genehmigung der Zentralbank steht noch aus.
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