Die Privatisierung sollte die Rettung werden, doch Wall Street bleibt skeptisch: Fünf Analysten vergeben ein einheitliches „Sell“-Rating für Walgreens. Während die neuen Eigentümer mit drastischen Sparmaßnahmen die Wende erzwingen wollen, fragen sich Experten: Ist die Apotheken-Kette noch zu retten?
Analysten schlagen Alarm: Konsens-Rating auf „Sell“
Das Urteil der Wall Street ist vernichtend. Von fünf befragten Analysten empfehlen 60 Prozent ein „Hold“, 20 Prozent raten zum „Sell“ und weitere 20 Prozent sogar zum „Strong Sell“. Kein einziger Experte sieht Kaufpotenzial – ein deutliches Warnsignal für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens.
Die Skepsis der Analysten gründet auf fundamentalen Sorgen:
– Schwacher Cashflow trotz Kostensenkungen
– Herausforderndes Wachstumsumfeld im US-Markt
– Unklare Erfolgsaussichten der Turnaround-Strategie
Sycamore Partners greift hart durch
Die Übernahme durch die Private-Equity-Gesellschaft Sycamore Partners im August für rund 10 Milliarden Dollar sollte den Neustart einläuten. Doch die neuen Besitzer setzen von Anfang an auf einen kompromisslosen Sparkurs.
Der jüngste Paukenschlag: Walgreens streicht sechs bezahlte Feiertage für Angestellte im Stundenlohn – darunter auch Thanksgiving und Weihnachten. Die Maßnahme wurde bereits im Oktober kommuniziert und zeigt die Radikalität des Sanierungskurses.
Rückkehr zu den Wurzeln unter neuer Führung
Mit CEO Mike Motz am Ruder konzentriert sich Walgreens wieder auf das Kerngeschäft: Apotheken und Einzelhandel. Die gescheiterte Expansion in breitere Gesundheitsdienste ist Geschichte. Das Unternehmen wurde in mehrere eigenständige Einheiten aufgeteilt, um die Effizienz zu steigern.
Gleichzeitig plant Walgreens die Schließung von 1.200 Filialen in den nächsten drei Jahren – ein drastischer Schritt zur Verbesserung von Ertrag und Liquidität. Doch reicht das aus, um das Vertrauen der Märkte zurückzugewinnen? Die aktuelle Analystenbewertung lässt daran zweifeln.
Stand heute, 11. Oktober: Walgreens – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Walgreens investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 11. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
