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Vorstands-Rochade: comdirect-CEO legt Mandat nieder und geht zur Commerzbank

Mitte September kündigte die Commerzbank an, im Rahmen des neuen Stategie-Programms auch die Online-Bank comdirect wieder vollständig übernehmen zu wollen. Dazu wurde den übrigen comdirect-Aktionären ein Angebot von 11,44 Euro pro comdirect-Aktie gemacht. Zum Zeitpunkt der Bekanntgabe besaß die Commerzbank bereits rund 82 Prozent aller comdirect-Aktien. Anfang Dezember, einen Tag bevor das Angebot der Commerzbank an die comdirect-Aktinäre auslief, besaß die Commerzbank 82,25 Prozent aller comdirect-Anteile, die Mindestannahmequote von 90 Prozent wurde nicht erreicht.

Danach kündigte Commerzbank-Chef Zielke an, die Online-Bank auf dem Weg einer direkten Verschmelzung zu übernehmen. Dazu müssen aber auf den HVs beider Banken mind. 75 Prozent der Aktionäre zustimmen. Da die Commerzbank-Aktionäre sicher nichts gehen eine profitable Online-Bank haben und die Commerzbank über 82 Prozent an der comdirect besitzt, ist das vermutlich nur eine Formalie. Deshalb werden wohl auf personeller Ebene bereits erste strategische Schritte für eine Zeit nach der Integration eingeleitet. So jedenfalls könnte man die heutige Meldung über den Wechsel des bisherigen comdirect-CEOs zur Commerzbank sehen.

Die comdirect teilt heute Ad-hoc mit, dass ihr Vorstandsvorsitzender, Herr Arno Walter, seinen Vertrag bei der comdirect Bank AG vorzeitig zum Ende des Jahres 2019 beenden und als Bereichsvorstand Wealth Management & Unternehmerkunden zur Commerzbank AG wechseln wird. Und in dieser Funktion – jetzt wieder der Schritt zur strategischen Komponente der Entscheidung – wird Herr Walter auch das Integrationsprojekt im Rahmen der beabsichtigen Verschmelzung der comdirect Bank AG auf die Commerzbank AG leiten.

Damit dürften wohl auch die comdirect-Aktionäre, die nach dem zuletzt gescheiterten Übernahmeversucht auf ein möglich verbessertes Angebot durch die Commerzbank gesetzt hatten, der Realität ins Auge blicken: Es wird kein neues Angebot geben, die Verschmelzung wird mit (sehr) hoher Wahrscheinlichkeit nächstes Jahr von den HVs beider Unternehmen beschlossen werden. Dahin also auch die weitere Kursfantasie bei comdirect-Aktien.

comdirect- und Commerzbank-Aktien unverändert

Sowohl comdirect- wie auch Commerzbank-Aktien reagieren vorbörslich kaum. comdirect-Aktien, die gestern 0,8 Prozent höher bei 12,60 Euro schlossen, notieren vorbörslich exakt auf diesem Niveau. Hier dürfte es auch in den nächsten Tagen und Wochen recht schwankungsarm weitergehen.

Commerzbank-Aktien gingen gestern mit 5,60 Euro 0,2 Prozent höher aus dem Handel. Auch hier liegt die vorbörsliche Indikation mit 5,58/5,62 Euro auf dem Vortagesniveau.

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Bildquelle: Pixabay