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Symbolbild, KI-generiert

Thyssenkrupp Aktie: Stahl-Ziele auf 1,2 Milliarden EBITDA bekräftigt

Makroökonomischer Druck belastete den Kurs; die Stahlsparte hält an ihren Mittelfristzielen fest und nucera gewann einen Auftrag.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Tagesminus von 4,8 Prozent
  • Seit Jahresbeginn 48 Prozent Kursplus
  • Stahlsparte bestätigt EBITDA-Ziele mittelfristig
  • Nucera erhält Chlor-Alkali-Auftrag im Millionenbereich

Im Sog eines schwächelnden Gesamtmarkts hat die Aktie von Thyssenkrupp gestern spürbar nachgegeben. Das Papier verbuchte einen Tagesverlust von 4,8 Prozent und ging bei 13,82 Euro aus dem Handel.

Für die Verkäufe zeichneten vor allem makroökonomische Faktoren verantwortlich: Laut Reuters belasteten steigende Anleiherenditen, Inflationssorgen sowie anziehende Ölpreise den deutschen Aktienmarkt. Unternehmensspezifische Hiobsbotschaften lagen der jüngsten Abwärtsbewegung nicht zugrunde.

Trotz des jüngsten Rücksetzers bleibt das übergeordnete Bild konstruktiv. Seit Jahresanfang verzeichnet der Titel ein Kursplus von 48 Prozent, womit sich die Notierung nach wie vor deutlich über den Tiefstständen des Frühjahrs behauptet.

Strategische Zielmarken und Analystenlob

Rückenwind erhielt der Konzern zuletzt durch strategische Signale aus den eigenen Reihen. Auf dem Capital Market Day der Stahlsparte bekräftigte das Management die Mittelfristziele für das Segment.

Angestrebt werden ein bereinigtes EBITDA von mindestens 1,2 Milliarden Euro sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von mindestens 11 Prozent. Zudem soll ein positiver freier Cashflow erzielt werden. Mehr als 800 Millionen Euro der angestrebten Ergebnisverbesserung sollen dabei aus sogenannten Self-Help-Maßnahmen generiert werden.

Die Neuausrichtung stößt in der Finanzwelt auf Beachtung. Analyst Bastian Synagowitz von Deutsche Bank Research stufte die Aktie am 29. September unverändert mit „Buy“ ein und bezifferte das Kursziel auf 18 Euro. Er hob insbesondere die Umgestaltung des Stahlgeschäfts als wesentlichen Kurstreiber hervor.

Auch auf kommunaler Ebene werden Weichen gestellt: Gemeinsam mit der Stadt Dortmund stellte die Stahlsparte am 29. September neue Ideen für den traditionsreichen Industriestandort Westfalenhütte vor.

Operative Schritte und anstehende Termine

Wenige Tage später meldete zudem die Tochtergesellschaft thyssenkrupp nucera einen Erfolg: Das Unternehmen sicherte sich am 29. September einen Chlor-Alkali-Auftrag von Hongniu Lanzhou im niedrigen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich.

Für Anleger richtet sich der Blick nach den makroökonomisch bedingten Kursschwankungen nun auf den kommenden Meilenstein im Finanzkalender: Am 8. Dezember 2026 legt der Industriekonzern seinen Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2025/2026 vor.

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