Für Thyssenkrupps Grünstahl-Projekt in Duisburg stehen Investitionen und staatliche Förderung in Milliardenhöhe im Raum. Medienberichten zufolge kostet die geplante Direktreduktionsanlage rund 3 Mrd. Euro; staatliche Fördermittel betragen bis zu 2 Mrd. Euro. Ein Unternehmenssprecher bestätigte zugleich einen späteren Produktionsstart und verwies auf die Engineeringphase als wesentlichen Grund.
Förderung und Umsetzung des Stahlumbaus
Die Inbetriebnahme der Anlage für klimafreundlichen Stahl ist für 2029 statt 2027 geplant. Darüber berichtete auch dpa-AFX. Nach Unternehmensangaben ist die Direktreduktionsanlage auf eine jährliche Produktion von 2,5 Millionen Tonnen direkt reduziertem Eisen ausgelegt.
Beim Förderrahmen meldete Thyssenkrupp Steel einen abgeschlossenen Verfahrensschritt: Der Änderungsbescheid zur Förderung des Dekarbonisierungsprojekts tkH2Steel ist bestandskräftig. Das Unternehmen bereitet außerdem eine neue Wasserstoffausschreibung vor. Die Mitteilung betrifft damit sowohl die Förderung des laufenden Projekts als auch die Vorbereitung der Wasserstoffbeschaffung.
Die Thyssenkrupp-Aktie schloss am Freitag bei 11,86 €. Die Verschiebung des Duisburger Projekts wurde am selben Tag bestätigt.
Nucera meldet Inbetriebnahme in Indien
Aus einem anderen Konzernunternehmen kam am Donnerstag eine Vollzugsmeldung: Thyssenkrupp nucera nahm eine Chlor-Alkali-Anlage für Kutch Chemical in Indien in Betrieb. Das Unternehmen bestätigte den Schritt in einer eigenen Mitteilung. Während die Duisburger Direktreduktionsanlage noch vor ihrem Produktionsstart steht, ist die Inbetriebnahme bei diesem Auftrag bereits erfolgt.
Der nächste angekündigte Berichtstermin der Thyssenkrupp AG ist der 8. Dezember. Dann will das Unternehmen seinen Geschäftsbericht für 2025/2026 veröffentlichen. Für denselben Tag sind außerdem die Jahrespressekonferenz sowie eine Analysten- und Investorenkonferenz angekündigt.
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