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Siemens Aktie: Deutschlandgeschäft neu geordnet?

Ein neues Führungsteam koordiniert Siemens’ Deutschlandgeschäfte; zugleich kaufte der Konzern weitere eigene Aktien zurück.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sabrina Herrmann führt das neue Gremium
  • Operative Spartenverantwortung bleibt unverändert
  • 206.489 eigene Aktien in einer Woche erworben
  • JPMorgan und Deutsche Bank unterschiedlich eingestuft

Der Technologiekonzern Siemens stellt die Weichen für sein Deutschlandgeschäft neu und setzt parallel dazu seine Aktienrückkäufe fort. An der Börse verbuchte das Papier heute ein Plus von 1,7 Prozent auf 279,85 Euro. Vom 52-Wochen-Hoch trennt die Notierung ein Abstand von 4,0 Prozent.

Neues Gremium für das Deutschlandgeschäft

Im Heimatmarkt bündelt das Unternehmen seine Steuerungsstrukturen. Wie Siemens mitteilte, arbeiten die Verantwortlichen der einzelnen Geschäfte in Deutschland künftig in einem gemeinsamen Führungsteam zusammen. Die Funktion der Sprecherin für dieses Gremium übernahm zum 1. Oktober Sabrina Herrmann.

Die operative Führung der einzelnen Geschäftsfelder bleibt von dem Schritt unberührt. Die Zuständigkeiten verbleiben weiterhin bei den jeweiligen Leitungen der Sparten. Mit der Neuausrichtung soll das Zusammenspiel der verschiedenen Geschäftsbereiche auf dem deutschen Markt enger koordiniert werden.

Auftragseingänge vor der Pre-Close-Phase

In den Wochen vor dem Monatswechsel hatte die Bahnsparte Siemens Mobility noch mehrere Vorhaben gemeldet. Am 23. September erhielt der Bereich vom Vermieter RAILPOOL eine Festbestellung über 80 Vectron-X-Lokomotiven im Rahmen eines Gesamtauftrags über 100 Einheiten.

Am 24. September folgte die Erweiterung einer strategischen Partnerschaft mit dem belgischen Netzbetreiber Infrabel über elf Jahre zur Modernisierung des digitalen Betriebsleitsystems.

Zudem präsentierte Siemens Mobility am 25. September auf der InnoTrans den Inspiro-Zug für die Londoner U-Bahn. Bei diesem Großauftrag über 94 Züge werden nach Unternehmensangaben 80 Prozent der Einheiten im britischen Goole gefertigt.

Aktienrückkäufe und Bilanztermin im November

Flankiert wird das operative Geschäft durch laufende Transaktionen am Kapitalmarkt. In der Woche vom 28. September bis einschließlich 4. Oktober erwarb Siemens 206.489 eigene Aktien über die Börse. Seit dem Start des Programms am 1. Juli summiert sich der Rückkauf auf 4.137.546 Anteilsscheine.

Die Käufe fallen in den Pre-Close-Zeitraum, der nach dem Xetra-Handelsschluss am 28. September begann. In dieser Phase schränkt das Management die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ein. Detaillierte Einblicke in den Geschäftsverlauf erhalten Investoren am 12. November, wenn Siemens die Ergebnisse für das vierte Quartal sowie für das gesamte Geschäftsjahr 2026 vorlegt.

Im Vorfeld der Zahlen gehen die Einschätzungen am Markt auseinander. Die US-Bank JPMorgan bestätigte am 29. September ihre Einstufung mit „Overweight“ und rief ein Kursziel von 345 Euro auf. Deutsche Bank Research stufte die Aktie am 1. Oktober hingegen mit „Hold“ und einem Kursziel von 270 Euro ein.

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