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Symbolbild, KI-generiert

Qiagen Aktie: Abschied von der Börse

EQT und Qiagen haben den Zusammenschluss vereinbart; das Angebot steht unter Bedingungen, der Abschluss wird für Mitte 2027 erwartet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Barangebot von 46,50 Euro je Aktie
  • Transaktion bewertet Qiagen mit 10,8 Milliarden Euro
  • Vorstand und Aufsichtsrat befürworten das Angebot
  • Qiagen setzt Jahresausblick vorerst aus

Jetzt ist es offiziell: Der Finanzinvestor EQT will Qiagen komplett übernehmen und von der Börse nehmen. Am Mittwochabend nach Börsenschluss einigten sich beide Seiten auf einen Unternehmenszusammenschluss. Die Aktionäre sollen 46,50 Euro je Aktie in bar erhalten.

Der Deal im Überblick

Hinter dem Angebot steht das Übernahmevehikel Crown NL Bidco, das mittelbar vom Fonds EQT XI kontrolliert wird. Als Co-Investoren sind der Staatsfonds von Abu Dhabi (ADIA) und der kanadische Pensionsfonds CPP Investments dabei. Das Angebot bewertet Qiagen inklusive Schulden mit rund 10,8 Milliarden Euro. Gegenüber dem unbeeinflussten Kurs vom 8. Juli liegt der Aufschlag bei 40,3 Prozent.

Vorstand und Aufsichtsrat unterstützen die Transaktion einstimmig und wollen den Aktionären die Annahme empfehlen. Die Finanzierung ist nach Angaben von EQT durch Eigen- und Fremdkapital gesichert, eine Finanzierungsbedingung gibt es nicht. Der Name und die Marke Qiagen sollen erhalten bleiben.

Bedingungen und Zeitplan

Das Angebot gilt nur, wenn mehr als 50 Prozent des Kapitals angedient werden. Hinzu kommen Beschlüsse der Hauptversammlung und behördliche Freigaben. Die Annahmefrist beginnt erst, wenn die BaFin die Angebotsunterlage gestattet und diese veröffentlicht ist. Bis dahin hat das Angebot formal nicht begonnen. Der Vollzug wird für Mitte 2027 erwartet.

Nach dem Abschluss sind Maßnahmen geplant, mit denen auch Aktionäre, die nicht andienen, den Angebotspreis erhalten könnten, abzüglich möglicher Quellensteuern. Die Notierungen in Frankfurt und an der New Yorker Börse sollen enden.

Die Spekulationen kamen nicht aus dem Nichts. Qiagen lotet seit dem Frühjahr mit Banken strategische Optionen aus. Der neue Konzernchef Jonathan Pratt, seit Anfang September im Amt, führte diese Suche fort. Die Aktie legte zuletzt auf Sechsmonatssicht um fast ein Viertel zu und schloss am Mittwoch in Xetra bei 42,80 Euro. Der Angebotspreis liegt damit noch rund neun Prozent darüber.

Zahlen und ausgesetzter Ausblick

Mit der Mitteilung legte Qiagen vorläufige Zahlen für das dritte Quartal vor. Der Nettoumsatz lag bei 548 Millionen Dollar, das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie bei 0,65 Dollar. Den Ausblick für 2026 setzte der Konzern wegen der Transaktion bis auf Weiteres aus.

Die vollständigen Quartalszahlen folgen am 3. November. Das Angebot selbst nimmt erst Fahrt auf, wenn die BaFin die Angebotsunterlage freigibt.

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