Der dänische Brauereikonzern Carlsberg baut seine Zusammenarbeit mit PepsiCo regional aus. Wie die Nachrichtenagentur Reuters gestern meldete, übernimmt das Unternehmen die Abfüll- und Vertriebsaktivitäten für Erfrischungsgetränke der US-Marke in Georgien sowie in Armenien.
Konkret einigte sich Carlsberg mit dem bisherigen Eigentümer Revery auf den Erwerb der Unternehmen Iberia Refreshments in Georgien und JI Pepsi Cola Bottler Armenia. Mit der Transaktion gehen Produktion, Verkauf und Distribution der PepsiCo-Softdrinks in beiden Märkten an den Brauer über. Während für das Geschäft in Armenien noch behördliche Genehmigungen ausstehen, wurden zu den finanziellen Konditionen der Vereinbarung keine Angaben gemacht.
Verändertes Abfüllnetzwerk vor den Quartalszahlen
Für PepsiCo bedeutet der Schritt eine Neuordnung der lokalen Vertriebsstrukturen in der Region Kaukasus. Der Konzern stützt sich bei der weltweiten Vermarktung seiner Getränkesparten traditionell auf lizenzierte Partner, die für die logistische Abwicklung und Abfüllung zuständig sind.
Die Meldung fällt in eine Phase verhaltener Marktstimmung für den Konsumgüterhersteller. Am 29. September senkte J.P. Morgan die Einstufung für PepsiCo von „Overweight“ auf „Neutral“ und reduzierte das Kursziel von 170 $ auf 138 $. Im deutschen Handel notiert das Wertpapier bei 111,48 € und liegt damit nur 0,6 % über dem 52-Wochen-Tief von 110,78 €.
Quartalsbericht am Donnerstag im Fokus
Wichtige fundamentale Impulse erwarten Anleger am Donnerstag. Am 8. Oktober will PepsiCo vor Eröffnung der US-Börsen die Bilanz für das dritte Quartal 2026 veröffentlichen. Der Termin dürfte Aufschluss darüber geben, wie sich das Absatzvolumen und die Margen zuletzt entwickelt haben.
Vor über einem Monat kündigte das Management Preisanpassungen im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich für ausgewählte Chips und Limonaden an. Diese Maßnahmen, die bis zum Jahresende oder Anfang 2027 greifen sollen, begründete das Unternehmen mit der allgemeinen Inflationsentwicklung. Der bevorstehende Zwischenbericht wird zeigen, wie widerstandsfähig sich die Nachfrage vor Umsetzung dieser Preisschritte präsentiert.
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