Die Aktie von Palantir verzeichnete am Freitag einen deutlichen Kurssprung von 5,3 % und ging bei 186,56 Euro aus dem Handel. Auslöser für das spürbare Kaufinteresse waren neue Kaufempfehlungen an der Wall Street, die dem Software- und Datenanalysekonzern weiteres Aufwärtspotenzial bescheinigen.
Medienberichten zufolge honorieren die Anleger vor allem die Erwartung, dass das Unternehmen von der nächsten Entwicklungsphase im Bereich künstlicher Intelligenz profitieren kann.
Wall Street setzt auf KI-Wachstum
Zu den treibenden Kräften hinter dem Kursanstieg zählten zwei einflussreiche Analysehäuser. Barclays nahm die Beobachtung von Palantir mit der Einstufung „Overweight“ auf und bezifferte das Kursziel auf 265 $. Zudem stufte Goldman Sachs die Aktie von „Neutral“ auf „Buy“ hoch und setzte ein 12-Monats-Kursziel von 230 $ an.
Die Analysten von Goldman Sachs verwiesen zur Begründung auf die robuste Nachfrage nach souveräner künstlicher Intelligenz, maßgeschneiderte Anwendungen und die Vertikalisierungsstrategie des Konzerns. Diese Faktoren dürften nach Einschätzung der Experten den adressierbaren Gesamtmarkt von Palantir spürbar vergrößern.
Kooperation im Bereich modularer Rechenzentren
Die strategische Ausrichtung auf souveräne KI-Lösungen stützt das Unternehmen auch durch gezielte Partnerschaften. Am 1. Oktober gaben Palantir Technologies und Armada eine Zusammenarbeit bekannt, um die Bereitstellung entsprechender Infrastruktur zu beschleunigen.
Im Rahmen dieser Kooperation wird das „Sovereign AI Operating System“ von Palantir mit der Technologie von Armada verknüpft. Palantir ernannte das Partnerunternehmen dabei zum ersten zertifizierten Partner für modulare Rechenzentren.
Öffentlicher Gegenwind beim britischen Gesundheitswesen
Während das operative Bündnis neue Perspektiven eröffnen soll, begleiten kritische Stimmen das Geschäft mit dem öffentlichen Sektor. Am 1. Oktober meldete die Menschenrechtsorganisation Amnesty International UK mehr als 40 Demonstrationen in ganz England.
Die Proteste forderten die Verantwortlichen des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS dazu auf, die Zusammenarbeit mit dem Datenkonzern nicht fortzusetzen. Nach Angaben der Organisation läuft der bestehende Vertrag im Februar 2027 aus. Für Anleger verdeutlichen diese Proteste, dass behördliche Großaufträge neben verlässlichen Erlösen auch anhaltende politische Debatten mit sich bringen können.
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