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Symbolbild, KI-generiert

Palantir Aktie: Auftragsflut stützt Bewertung

Palantirs Auftragsbestand wächst rasant, angetrieben von einem Milliarden-Deal mit der US-Regierung und neuen Projekten im Finanzsektor. Analysten sehen trotz hohem KGV weiteres Kurspotenzial.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Vertraglich gesicherte Umsätze steigen um 143 Prozent
  • Milliarden-Auftrag mit US-Heimatschutzministerium abgeschlossen
  • Finanzaufsicht testet KI-Plattform zur Verbrechensbekämpfung
  • Analysten heben Kursziele und sehen Einstiegschance

Auf den ersten Blick wirkt die Bewertung des Datenanalyse-Spezialisten mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 225 astronomisch hoch. Ein genauerer Blick auf die Auftragsbücher liefert jedoch handfeste Argumente für Optimisten. Dank eines massiven Anstiegs der vertraglich zugesicherten Umsätze und neuer Deals mit Behörden rückt das reale Wachstum in den Vordergrund.

Milliarden-Deal füllt die Kassen

Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (RPO) – also vertraglich gesicherte, aber noch nicht verbuchte Umsätze – kletterten im Jahresvergleich um 143 Prozent. Allein im vierten Quartal kamen über 1,6 Milliarden US-Dollar hinzu. Dieser Wert gilt als verlässlicher Indikator für zukünftige Erlöse und signalisiert eine deutlich stärkere Kundenbindung.

Ein wesentlicher Treiber für diesen Sprung ist ein kürzlich geschlossener Vertrag mit dem US-Heimatschutzministerium. Die auf fünf Jahre angelegte Vereinbarung hat ein Volumen von bis zu einer Milliarde US-Dollar und zielt auf den behördenübergreifenden Einsatz von KI-Tools und Datenanalyse-Plattformen ab.

Neue Ufer in der Finanzregulierung

Neben klassischen Regierungsaufträgen fasst das Unternehmen zunehmend im Finanzsektor Fuß. Die britische Finanzaufsicht FCA testet die Foundry-Plattform aktuell in einem dreimonatigen Pilotprojekt. Ziel ist es, in einem riesigen Datenpool aus Telefonaten, E-Mails und Social-Media-Beiträgen von 42.000 Finanzdienstleistern Verbrechen wie Geldwäsche oder Insiderhandel aufzuspüren. Verläuft der Test im Wert von über 30.000 Pfund pro Woche erfolgreich, winkt eine dauerhafte Implementierung.

Diese Expansion stützt die starken Fundamentaldaten. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2025 stieg der Gesamtumsatz um 70 Prozent auf 1,41 Milliarden US-Dollar, wobei das kommerzielle US-Geschäft sogar um 137 Prozent zulegte.

Analysten sehen weiteres Potenzial

Marktbeobachter argumentieren, dass die rasant wachsenden Auftragsbestände das hohe aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis relativieren. Auf Basis der erwarteten Gewinne für das nächste Jahr sinkt der Wert auf ein deutlich moderateres Niveau von 77. Nach dem Rücksetzer vom 52-Wochen-Hoch bei 179,86 Euro im vergangenen November notiert der Titel aktuell bei 125,66 Euro. Diese Korrektur werten Experten als Einstiegschance, was sich in den jüngsten Einschätzungen widerspiegelt:

  • UBS (Karl Keirstead): Kursziel von 180 auf 200 US-Dollar angehoben, Einstufung „Buy“.
  • Wedbush (Dan Ives): Kursziel bei 230 US-Dollar belassen, Einstufung „Outperform“.

Die Kombination aus einem prall gefüllten Auftragsbuch und der erfolgreichen Erschließung neuer Kundengruppen untermauert die mittelfristigen Ziele. Mit einem anvisierten Jahresumsatz von rund 7,19 Milliarden US-Dollar für 2026 hat das Management eine klare Zielmarke definiert. Der Fokus richtet sich nun auf den Bericht zum ersten Quartal, der die vollständige bilanzielle Erfassung des jüngsten Milliarden-Deals mit dem US-Heimatschutzministerium bestätigen soll.

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