Der Technologieindex hat zum Start in die neue Woche eine weitere Bestmarke gesetzt. Nach verhaltenem Auftakt drehten die US-Börsen am Montag ins Plus, getragen von nachgebenden Ölpreisen und einzelnen Schwergewichten aus dem Tech-Sektor.
Ölpreis und Gewinne als Stütze
Der NASDAQ 100 schloss 0,9 Prozent höher bei 31.076 Punkten. Das Rekordhoch im Handelsverlauf liegt bei 31.117 Punkten. Der S&P 500 gewann 0,7 Prozent, der Dow Jones legte moderat um 0,2 Prozent zu.
Rückenwind lieferten Berichte über Fortschritte in den Gesprächen zwischen Washington und Teheran. Im Mittelpunkt steht eine mögliche Öffnung der Straße von Hormus, einer zentralen Route für den weltweiten Öl- und Gastransport. Die Ölpreise gaben daraufhin nach. Sorgen über hohe Energiepreise und Anleiherenditen hatten den Markt zuvor gebremst.
Marktexperte Mark Hackett von Nationwide sieht in den Unternehmensgewinnen weiterhin ein Gegengewicht zu den Risiken. Die Stärke sei kein Zufall, sondern Ergebnis einer Kombination aus Wachstum und steigenden Margen.
Gewinner und Verlierer im Index
Größter Gewinner war MercadoLibre mit einem Plus von 9,7 Prozent. SpaceX folgte mit 7,6 Prozent und erreichte den höchsten Stand seit Mitte Juni. Morgan Stanley empfiehlt die Aktie zum Kauf und setzt das Kursziel bei 300 Dollar an. Als Treiber nennt das Haus KI-Produkte, Fortschritte beim Starship-Programm und Aufträge für Neocloud-Dienste.
Auch die Schwergewichte zogen an. Nvidia legte um 2,1 Prozent zu, nachdem der Partner Hon Hai einen besser als erwarteten Quartalsumsatz gemeldet hatte. Das deutet auf anhaltend hohe Investitionen in KI-Infrastruktur hin. Microsoft gewann 1,5 Prozent und profitierte von einem positiven Analystenkommentar. Tesla und Meta stiegen im Handelsverlauf um jeweils rund zwei Prozent.
Auf der Verliererseite standen Intel, Ferrovial und Nebius mit Abschlägen von bis zu 4,2 Prozent. Bei Intel verwiesen Börsianer auf Spekulationen, TSMC prüfe eine Zusammenarbeit mit Elon Musks Halbleiterprojekt Terafab. Bislang galt Intel als wahrscheinlicherer Partner. Nike gab nach einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit von „A+“ auf „A“ um 3,0 Prozent nach.
Charttechnik mahnt zur Vorsicht
Technisch ist das Bild intakt, aber nicht makellos. Der Index notiert über allen wichtigen gleitenden Durchschnitten. Das Handelsvolumen schwindet jedoch bei den jüngsten Anstiegen, und die Trendstärke gilt als schwach.
Ein Schlusskurs deutlich über dem Rekordniveau, idealerweise mit anziehendem Volumen, würde den Ausbruch bestätigen. Rutscht der Index dagegen unter die Unterstützung bei rund 30.800 Punkten, rückt ein Rücksetzer in Richtung 30.650 Punkte in den Blick.
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