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Symbolbild, KI-generiert

NASDAQ 100: Trügt die Erholung?

Der Index steigt um 1,4 Prozent; robuste Arbeitsmarktdaten und politische Unsicherheit halten den Druck auf KI- und Technologiewerte aufrecht.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Nasdaq 100 gewinnt 1,4 Prozent
  • US-Arbeitsmarkt meldet 165.000 neue Stellen
  • Halbleiterwerte legen teilweise deutlich zu
  • Verbraucherpreise am 10. November erwartet

Der Nasdaq 100 hat sich gestern vom heftigen Ausverkauf erholt. Tragfähig wird die Gegenbewegung allerdings erst, wenn die Sorgen um strengere KI-Regeln und höhere US-Zinsen nachlassen. Der Index gewann 1,4% und schloss bei 26.989,99 Punkten. Reuters zufolge führten Technologiewerte die Erholung an, während der starke US-Arbeitsmarktbericht zugleich die Renditen amerikanischer Staatsanleihen stützte.

Zwei Belastungen bleiben bestehen

Damit treffen zwei unterschiedliche Risiken aufeinander: Politische Eingriffe könnten den Ausbau der KI-Infrastruktur bremsen. Zugleich verstärkt die robuste Beschäftigung die Erwartung einer Zinserhöhung im Dezember. Für die zinssensiblen Indexmitglieder bleibt das ein möglicher Gegenwind.

Nach Angaben der US-Arbeitsmarktbehörde entstanden im Oktober außerhalb der Landwirtschaft 165.000 Stellen. Die Arbeitslosenquote lag bei 4,1%. Der stärker als erwartet ausgefallene Bericht untermauerte die Erwartungen an einen weiteren Zinsschritt.

Die Konjunkturstärke hat dabei zwei Seiten. Sie kann Unternehmensgewinne stützen, verringert aber zugleich den Spielraum für eine lockerere Geldpolitik. Für Anleger hängt die Bewertung deshalb auch davon ab, ob nachlassender Preisdruck den Zinsausblick wieder entschärft.

Politische Risiken treffen die KI-Infrastruktur

Auslöser des Kurssturzes am Donnerstag waren laut Reuters Befürchtungen nach Wahlerfolgen der Demokraten. Anleger sorgten sich um strengere Regeln für die KI-Branche und mögliche Beschränkungen beim Bau von Rechenzentren. Dabei stehen auch Verzögerungen geplanter Projekte im Raum.

Die gestrige Erholung erfasste mehrere zuvor unter Druck geratene Halbleiterwerte. Nvidia legte laut Reuters um nahezu 3% zu. Auch AMD, Intel und Micron gewannen. Die Wochenverluste konnte die Gegenbewegung jedoch nicht ausgleichen.

Entscheidend für die weitere Einordnung ist die Umsetzung möglicher Beschränkungen: Werden Bauvorhaben verzögert, könnte das den Ausbau der KI-Infrastruktur bremsen. Die politische Unsicherheit bleibt damit ein Belastungsfaktor, solange Umfang und Folgen möglicher Eingriffe offen sind.

Inflationsdaten als nächster Prüfstein

Am 28. Oktober hatte die Federal Reserve ihre Zielspanne bei 3,75% bis 4,00% belassen. Sie bezeichnete die wirtschaftliche Aktivität als stark und die Inflation als erhöht.

Die jüngsten Preisdaten erklären die Nervosität am Markt. Nach Angaben der US-Wirtschaftsstatistikbehörde beschleunigte sich die jährliche PCE-Inflation im September auf 3,6%, nach 3,4% im August. Reuters zufolge stützte auch dieser Bericht die Erwartung einer Zinserhöhung im Dezember.

Der nächste Prüfstein folgt am 10. November mit den Verbraucherpreisen für Oktober. Am 13. November stehen die Erzeugerpreise an. Eine Entspannung des Zinsdrucks würde den Erholungsversuch des Nasdaq 100 begünstigen, sofern diese Daten einen nachlassenden Preisauftrieb signalisieren.

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