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Symbolbild, KI-generiert

NASDAQ 100: Erzeugerpreise rücken heute in den Fokus

Höhere Verbraucherpreise und Verkäufe bei Chipwerten belasteten den Index; US-Erzeugerpreise liefern den nächsten Hinweis für die Zinsdebatte.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Index gibt am Vortag zwei Prozent nach
  • September-Inflation übertrifft Volkswirte-Erwartungen
  • Händler preisen höhere Oktober-Zinschance ein
  • US-Erzeugerpreise für September stehen an

Mit einer Tagesbilanz von -2,0% hat der NASDAQ 100 gestern auf überraschend hohe US-Inflationsdaten und erneute Verkäufe bei Chipaktien reagiert. Die Aussicht auf weitere Zinserhöhungen der Federal Reserve belastete Technologiewerte. Heute rücken die US-Erzeugerpreise in den Mittelpunkt: Sie liefern den nächsten Anhaltspunkt für die Zinsdebatte.

Inflation verschärft den Zinsdruck

Die Verbraucherpreise stiegen im September nach Angaben der US-Statistikbehörde BLS gegenüber dem Vormonat um 0,6%. Im Jahresvergleich betrug der Anstieg 3,7%. Die jährliche Kerninflation lag bei 2,6%.

Beide Jahresraten übertrafen die Erwartungen der Volkswirte. Damit erhielten die Sorgen über höhere Finanzierungskosten neue Nahrung. Für den technologiegeprägten Index traf dieser Zinsdruck auf eine bereits angespannte Debatte über Ausgaben und Bewertungen im Bereich künstliche Intelligenz.

Die Kernverbraucherpreise legten gegenüber dem Vormonat um 0,3% zu. Nach der Veröffentlichung erhöhten Händler laut Reuters die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober. Die nächste geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve steht am 27.–28. Oktober an.

Diese Neubewertung ist zunächst eine Markterwartung und keine beschlossene Zinserhöhung. Sie erklärt jedoch, weshalb die Inflationsveröffentlichung Wachstums- und Technologieaktien unmittelbar unter Druck setzte. Für Anleger rückte damit die Belastung durch höhere Zinsen stärker in den Vordergrund.

Chipverkäufe verstärken die Belastung

Bloomberg führte den breiteren Rückgang auf den Ausverkauf bei Chipwerten und zunehmende Zinserhöhungswetten zurück. Zugleich berichtete Reuters, dass höhere Finanzierungskosten die KI-sensitiven Unternehmen Oracle und CoreWeave belasteten.

Damit wirkten zwei Belastungsfaktoren zusammen: Die Inflationsdaten verschärften die Zinssorgen, während die erneuten Chipverkäufe Bedenken gegenüber KI-Ausgaben und Bewertungen verstärkten. Der Rückgang des NASDAQ 100 stand somit im Umfeld einer breiteren Neubewertung von Technologieanlagen und nicht im Zeichen einer einzelnen Unternehmensmeldung.

Erzeugerpreise als nächster Prüfstein

Für heute ist die Veröffentlichung der US-Erzeugerpreise für September um 8:30 Uhr US-Ostküstenzeit angesetzt. Nach der Überraschung bei den Verbraucherpreisen bildet dieser Bericht den nächsten kurzfristigen Termin für die Zinserwartungen.

Entscheidend ist dabei die Einordnung des Preisdrucks vor der nächsten Fed-Entscheidung. Die Erzeugerpreise können diese Einschätzung beeinflussen; einen Zinsbeschluss nehmen sie nicht vorweg. Für den NASDAQ 100 stehen damit zunächst Inflationssignale und Finanzierungskosten im Vordergrund.

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