Die Beteiligungsgesellschaft Mutares kann bei ihrer Portfoliotochter Nord Gas Solutions auf ein starkes operatives Wachstum blicken. Das Tochterunternehmen verzeichnete nach Unternehmensangaben per Ende September 2026 einen Rekord-Auftragsbestand von 880 Millionen Euro.
Gleichzeitig prüft die Münchener Holding strategische Exit-Optionen für die Gesellschaft, zu denen auch eine Notierung an einem nordischen Börsenplatz gehört. An der Börse reagierten die Anleger erfreut: Die Mutares-Aktie legte heute um 3,3 Prozent auf 25,10 Euro zu.
Deutlicher Ergebnissprung in den ersten neun Monaten
Die operative Entwicklung von Nord Gas Solutions beschleunigte sich in den ersten drei Quartalen 2026 merklich. Der Umsatz kletterte in den ersten neun Monaten auf rund 459 Millionen Euro, nachdem im entsprechenden Vorjahreszeitraum noch 283 Millionen Euro erzielt worden waren.
Parallel dazu verbesserte sich das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes EBITDA) von 20 Millionen Euro auf 43 Millionen Euro und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Für das gesamte Geschäftsjahr 2026 stellt das Tochterunternehmen nun einen Umsatz von mehr als 575 Millionen Euro in Aussicht. Das bereinigte EBITDA soll rund 50 Millionen Euro erreichen. Neben den bereits verbuchten Erlösen stützt sich diese Zuversicht auf eine gut gefüllte Projektpipeline, deren Volumen zum Stichtag 30. September 2026 auf 1,8 Milliarden Euro beziffert wird.
Hohe Visibilität und schuldenfreie Bilanz
Für das kommende Geschäftsjahr 2027 verfügt Nord Gas Solutions über eine außergewöhnlich hohe Planungssicherheit. Rund 92 Prozent des für 2027 avisierten Umsatzes sind bereits durch feste Aufträge abgedeckt. Die Unternehmensführung peilt für das kommende Jahr ein zweistelliges Erlöswachstum sowie eine zweistellige bereinigte EBITDA-Marge an.
Mittelfristig strebt das Unternehmen einen Jahresumsatz von über 800 Millionen Euro bei einem bereinigten EBITDA von mehr als 100 Millionen Euro an. Finanziell steht die Konzerntochter auf einem soliden Fundament: Zum Ende des dritten Quartals wies Nord Gas Solutions bei einem Gesamtvermögen von 493 Millionen Euro liquide Mittel von 194 Millionen Euro sowie eine Nettoliquidität von 84 Millionen Euro aus. Finanzverbindlichkeiten bestehen laut Unternehmensangaben keine.
Exit-Prüfung ohne finale Festlegung
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung evaluiert Mutares derzeit verschiedene strategische Optionen zur Verwertung des Engagements. Ein möglicher Börsengang in den Nordics wird dabei ausdrücklich als eine Variante geprüft. Eine abschließende Entscheidung über Art und Zeitpunkt eines möglichen Ausstiegs oder einer Teilplatzierung ist bislang jedoch nicht gefallen.
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