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Symbolbild, KI-generiert

McCormick Aktie: Pfefferprojekt gescheitert?

Höhere Rohstoff- und Frachtkosten belasten die Profitabilität; die Jahresziele bleiben unverändert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Organischer Umsatz legte um 1,9 Prozent zu
  • Kosteninflation für das Geschäftsjahr: 6 bis 7 Prozent
  • Bruttomarge soll im Schlussquartal sinken
  • Director kaufte 1.000 stimmrechtslose Aktien

McCormick stellt sich im Schlussquartal auf Gegenwind bei der Profitabilität ein. Zwar steigerte das Unternehmen im dritten Quartal die Erlöse spürbar. Gleichzeitig hob das Management die Erwartung für die Kosteninflation im gesamten Geschäftsjahr auf 6 bis 7 Prozent an. Zusammen mit einer Sonderabschreibung auf ein Beschaffungsvorhaben drückt dieser Kostenschub auf die Stimmung der Anleger.

Haupttreiber für die anziehenden Belastungen sind nach Unternehmensangaben steigende Rohstoffpreise sowie höhere Frachtkosten. Diese Entwicklung trifft auf ein verhaltenes Konsumklima. Zudem dämpft eine schwächere Mengenentwicklung in der Region Americas das operative Geschäft. Für das Schlussquartal stellte der Vorstand daher einen Rückgang der Bruttomarge gegenüber dem Vorjahreszeitraum in Aussicht.

Trotz des Margendrucks wies McCormick für das dritte Quartal ein organisches Umsatzwachstum von 1,9 Prozent aus. Das bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte 0,86 $ nach 0,85 $ im Vorjahreszeitraum. An den Zielen für das Gesamtjahr bei Nettoumsatz, bereinigtem Betriebsergebnis und bereinigtem Gewinn je Aktie hielt der Konzern fest.

Der Vorstandsvorsitzende beschrieb die Rahmenbedingungen für die Verbraucher in den USA als zunehmend herausfordernd. McCormick setzt in diesem Umfeld darauf, dass Gewürze und Würzmittel von preisbewussten Kunden genutzt werden, um Mahlzeitenbudgets zu schonen. Die Nachfrage nach erschwinglichen Kochhilfen soll helfen, die Kaufzurückhaltung abzufedern.

Sonderbelastung durch Projektaus und Zukauf im Direktorium

Abseits des laufenden Geschäfts belastete am 1. Oktober das Ende eines asiatischen Vorhabens das Ergebnis. McCormick stellte ein Entwicklungsprojekt zur Pfefferbeschaffung in Malaysia ein. Dieser Schritt zog eine nicht zahlungswirksame Wertminderung von 43,1 Millionen $ nach sich. Zudem fielen Ausstiegskosten in Höhe von 1,8 Millionen $ an.

Die Belastung schlägt sich in der Quartalsbilanz nieder, berührt jedoch nicht die fortgeführte strategische Ausrichtung des Gewürzherstellers. Das Management konzentriert sich darauf, die Beschaffungswege in einem von hoher Teuerung geprägten Marktumfeld effizienter aufzustellen.

Ein Signal des Vertrauens setzte unterdessen Gavin Hattersley aus dem Direktorium des Unternehmens. Der Director erwarb am 2. Oktober in einer Transaktion am freien Markt 1.000 stimmrechtslose Stammaktien, wie aus einer Pflichtmitteilung hervorgeht.

Käufe aus den Führungsgremien werden am Markt aufmerksam verfolgt. Sie gelten unter Anlegern als Indiz dafür, dass Unternehmensinsider die mittelfristigen Aussichten trotz des kurzfristigen Gegenwinds positiv beurteilen.

Zurückhaltung dominiert an der Börse

Am Parkett setzte sich die Skepsis der Investoren dennoch durch. Gestern gab die Aktie um 0,6 Prozent nach und ging bei 40,32 € aus dem Handel. Seit Jahresanfang beläuft sich das Minus des Papiers damit auf 31 Prozent.

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