McCormick hat bei der geplanten Übernahme des Lebensmittelgeschäfts von Unilever einen regulatorischen Fortschritt erreicht. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC beendete am 5. Oktober die kartellrechtliche Wartefrist vorzeitig. Damit ist eine Etappe in den USA abgeschlossen, während die britische Prüfung weiterläuft. Die Aktie legte gestern um 2,1% zu.
Britische Prüfung bleibt offen
Die Entscheidung der FTC betrifft die US-amerikanische Wartefrist für das geplante Geschäft. Sie ist nicht mit einem Abschluss der Übernahme gleichzusetzen. Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich: McCormick kommt im regulatorischen Prozess voran, der angekündigte Zukauf bleibt aber ein Vorhaben.
Die laufende Prüfung in Großbritannien begrenzt deshalb die Aussagekraft des Fortschritts in den USA. Aus der vorzeitigen Beendigung der amerikanischen Wartefrist lässt sich keine Entscheidung der britischen Behörden ableiten. Beide Verfahrensstände müssen getrennt betrachtet werden.
Für die Einordnung der Aktie steht damit nicht eine bereits vollzogene Übernahme im Mittelpunkt, sondern ein abgeschlossener Verfahrensschritt. Gleichzeitig verdient das laufende Geschäft Aufmerksamkeit: Die jüngsten Quartalszahlen zeigen Umsatzwachstum, während McCormick mit höheren Kosten rechnet.
Umsatzwachstum trifft auf höheren Kostendruck
Am 1. Oktober meldete McCormick für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatzanstieg um 17,4%. Der Umsatz erreichte 2.024,8 Millionen $. Das Quartal endete am 31. August.
Der Zuwachs ist ein wichtiger operativer Bezugspunkt neben dem Übernahmevorhaben. Er beantwortet allerdings nicht die Frage, wie stark steigende Kosten das Ergebnis belasten. Dafür sind der Gewinnausweis und der bestätigte Jahresausblick gesondert zu betrachten.
Der bereinigte Gewinn je Aktie lag im Quartal bei 0,86 $. Für das Geschäftsjahr 2026 bestätigte McCormick die erwartete Spanne des bereinigten Gewinns je Aktie von 3,05–3,13 $.
Beim ausgewiesenen Jahresumsatz hält das Unternehmen ebenfalls an seiner Wachstumsprognose fest. Der bestätigte Ausblick steht somit neben einer verschärften Kostenerwartung, nicht an deren Stelle.
McCormick erwartet für 2026 weiterhin ein ausgewiesenes Umsatzwachstum von 13%–17%. Finanzchef Marcos Gabriel erklärte am 1. Oktober zugleich, das Unternehmen habe seine Inflationsprognose auf bis zu 7% angehoben.
Als Gründe nannte Gabriel höhere Fracht-, Logistik-, Verpackungs- und Beschaffungskosten. Die Anlegerperspektive bleibt damit zweigeteilt: Der Unilever-Zukauf erreicht eine regulatorische Etappe, während das bestehende Geschäft seinen bestätigten Ausblick unter erhöhtem Kostendruck erfüllen muss.
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