Die Tochtergesellschaft Jinko ESS treibt ihre Aktivitäten auf dem europäischen Markt voran. Das Unternehmen brachte am Montag ein Portfolio für hybride Batteriespeicher in Deutschland auf den Weg. Die geplanten Anlagen verfügen über eine Speicherkapazität von 220 MWh. Das Projekt verknüpft moderne Speichersysteme mit neuer Photovoltaikkapazität.
Für JinkoSolar stellt der Ausbau der Speichersparte einen wichtigen strategischen Schritt dar. Das Geschäft soll die Abhängigkeit vom reinen Modulvertrieb reduzieren. Neben der Stromerzeugung rückt die Netzintegration bei Projektpartnern verstärkt in den Fokus.
Flankiert wurde diese Entwicklung durch eine behördliche Anerkennung in China. Das China Quality Certification Centre autorisierte das Testzentrum von Jinko ESS am 22. September offiziell als Prüflabor für Energiespeichertechnik.
Großaufträge in China und Deutschland
Auch im angestammten Modulgeschäft verzeichnete der Konzern zuletzt neue Zuteilungen. Am 24. September gewann JinkoSolar eine Ausschreibung für ein Fischerei-Solarprojekt im ostchinesischen Lianyungang. Das Vorhaben im Qingkou-Salzfeld soll mit Modulen der Serie Tiger Neo 3 bestückt werden und umfasst ein Volumen von 220 MW.
In Europa baut das Unternehmen seine Lieferbeziehungen ebenfalls aus. Bereits am 15. September vereinbarte JinkoSolar die Lieferung von Tiger-Neo-3.0-Modulen mit einer Leistung von 151 MW für ein deutsches Großprojekt. Bei Feldtests in Katar wies diese Modulreihe zudem einen Ertragszuwachs von 2,01 Prozent unter hoher Einstrahlung gegenüber einem Referenzprodukt nach.
Anhaltender Preisdruck belastet das Sentiment
Die operativen Projekterfolge unterstreichen die technologische Positionierung des Solarkonzerns im internationalen Wettbewerb. Das Unternehmen wurde zudem im September erneut in die offizielle Liste der größten Privatunternehmen Chinas aufgenommen. Gleichwohl bleibt das Branchenumfeld von intensivem Preisdruck und Überkapazitäten geprägt. Diese Faktoren belasten die Margen der gesamten Solarindustrie weiterhin spürbar.
Kurs bleibt auf Jahressicht unter Druck
An den Finanzmärkten spiegelt sich die Branchenskepsis deutlich im Kursverlauf wider. Gestern schloss die Aktie im deutschen Handel bei 8,26 Euro, während die Notierung heute vorbörslich bei 8,50 Euro lag. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursrückgang auf 63 Prozent.
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