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Symbolbild, KI-generiert

CrowdStrike Aktie: Die Cloud-Offensive greift?

Neue SaaS- und Cloud-Funktionen ergänzen CrowdStrikes Angebot; BNP Paribas hält die langfristigen ARR-Ziele für möglicherweise vorsichtig angesetzt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Falcon Data Security für Microsoft 365 verfügbar
  • Cloud-Schutz erhält API- und KI-Funktionen
  • BNP Paribas sieht Spielraum bei ARR-Zielen
  • 88 Prozent der Angriffe binnen 48 Stunden

Der Cybersicherheitskonzern CrowdStrike baut sein Produktportfolio im Bereich der Cloud- und Datenabsicherung zügig aus. Gestern gab das Unternehmen die allgemeine Verfügbarkeit von Falcon Data Security for SaaS für Microsoft 365 bekannt. Die Lösung erkennt sensible Daten in Anwendungen wie SharePoint, OneDrive sowie Copilot und kann Klassifizierungen automatisch anwenden.

Parallel dazu ergänzte der Anbieter Falcon Cloud Security um Funktionen zur Erfassung externer Programmierschnittstellen und KI-gestützte Sanierungspläne für Cloud-Angriffspfade. Am Markt stoßen die Initiativen auf Zuspruch. Die Aktie legt heute um 1,8 Prozent auf 247,65 Euro zu.

Analysten halten Erlösziele für konservativ

Rückenwind erhält CrowdStrike durch eine aktuelle Einschätzung der Analysten von BNP Paribas. Die Experten halten die langfristigen Zielmarken für die jährlich wiederkehrenden Umsatzerlöse (ARR) für potenziell konservativ. Das Management peilt bislang 10 Milliarden US-Dollar bis zum Fiskaljahr 2030 sowie 20 Milliarden US-Dollar bis zum Fiskaljahr 2035 an.

Als Treiber gilt der anhaltende Austausch veralteter Systeme. Nach Schätzungen des Unternehmens nutzen noch 48 Prozent des Marktes für Endgerätesicherheit traditionelle Altprodukte. Für das Fiskaljahr 2028 stellt CrowdStrike ein Wachstum des Netto-Neu-ARR von über 20 Prozent in Aussicht.

Zusätzlichen Schub verspricht die Absicherung von autonomen Software-Agenten. Im operativen Geschäft schlug sich dieser Trend zuletzt deutlich nieder. Im jüngsten Quartal stieg der Gesamtumsatz um 26 Prozent auf 1,47 Milliarden US-Dollar, während der ARR um mehr als ein Viertel auf 5,84 Milliarden US-Dollar zulegte.

Steigender Zeitdruck bei Sicherheitslücken

Dass Unternehmen verstärkt auf ganzheitliche Plattformen setzen, begründet sich auch im wachsenden Tempo digitaler Angriffe. Ein heute veröffentlichter Bericht des Konzerns zeigt die Dringlichkeit moderner Abwehrmechanismen auf. Demnach wurden 88 Prozent der erfassten Angriffe innerhalb von 48 Stunden nach dem Bekanntwerden eines funktionsfähigen Angriffscodes gestartet.

Insbesondere der unregulierte Einsatz neuer Softwarelösungen vergrößert die Angriffsflächen rasch. Kriminelle Gruppierungen setzen vermehrt gefälschte Identitäten und manipulierte Medien ein, um gezielt Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu erhalten. CrowdStrike rät Firmen daher, Zugriffsrechte für KI-Anwendungen strikt einzuschränken.

Um kleinere Betriebe bei dieser Umstellung zu unterstützen, öffnet der Konzern seine Initiative Project QuiltWorks mittlerweile für Unternehmen jeder Größe. Das Programm bündelt KI-gestützte Schwachstellenerkennung mit Cloud-Infrastruktur von Amazon Web Services und integrierten Cyberversicherungen.

Wachstumsprämie an der Börse

Die Ausweitung des Portfolios stützt die Bewertung der Aktie an den internationalen Handelsplätzen. Mit einem Kursplus von 37 Prozent innerhalb der vergangenen 30 Tage preist der Markt die anhaltend hohe Nachfrage nach Sicherheitsarchitekturen bereits offensiv ein.

Auf Ebene der Führungsebene führten vorab vereinbarte Handelspläne derweil zu planmäßigen Verkäufen. Direktor Sameer Gandhi trennte sich über eine Beteiligungsgesellschaft Anfang Oktober von 55.000 Anteilsscheinen. Auch Chef-Buchhalter Anurag Saha veräußerte zu Monatsbeginn 24.776 Papiere aus seinem Bestand. Beide Transaktionen basierten auf zuvor festgelegten automatisierten Verkaufsplänen.

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