Steigende geopolitische Risiken und anziehende Anleiherenditen setzen den Kryptomarkt zum Wochenauftakt unter Druck. Am Montag sank der Kurs der ältesten Digitalwährung zeitweise auf ein Wochentief. Auf der Handelsplattform Bitstamp wurden am Vormittag 82.800 Dollar gezahlt, was einem Minus von mehr als zwei Prozent zum Vortag entspricht.
Teures Öl schiebt Renditen an
Als Auslöser gilt die verfahrene Lage zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Donald Trump wies am Samstag einen iranischen Vorstoß zur Wiedereröffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus zurück. Das Scheitern der Initiative treibt die Sorge vor Versorgungsengpässen im Ölhandel an und schürt neue Inflationsängste.
Parallel dazu zogen an den Finanzmärkten die Renditen von Staatsanleihen an. Für zinslose Anlageklassen bedeutet dieses Umfeld Gegenwind. Steigen die Zinserträge fester Anleihen, verliert das Halten von Kryptowährungen an Attraktivität. Analysten werten den Rücksetzer als Fortsetzung einer Serie von Gewinnmitnahmen, da Investoren angesichts der geopolitischen Lage ihr Risiko verringern.
Wichtige Marken im Fokus der Händler
Auch das kurzfristige Chartbild hat sich nach dem jüngsten Zwischenhoch bei 87.363 Dollar eingetrübt. Auf fünfstündiger Basis signalisieren technische Indikatoren ein Übergewicht der Verkäufer.
Für den weiteren Kursverlauf stehen nun mehrere Marken im Raum:
– Widerstandszone bei 84.109 Dollar
– Wichtiger Unterstützungsbereich zwischen 81.194 und 81.689 Dollar
– Tiefere Auffangmarke bei 78.590 Dollar
Vom bisherigen Rekordhoch bei mehr als 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025 liegt der Kurs damit inzwischen über 30 Prozent entfernt. Erst ein Anstieg über 84.109 Dollar würde den kurzfristigen Abwärtsdruck entschärfen, während ein Fall unter 81.194 Dollar den Weg in Richtung 78.590 Dollar ebnen dürfte.
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