Während die Diskussion über lückenhafte Halbleiterinvestitionen in Europa anhält, setzt ASML klare Prioritäten beim Kapitaleinsatz. Der weltgrößte Ausrüster der Chipindustrie stützt die eigene Notierung mit dreistelligen Millionenbeträgen für Anteilsscheine. Gleichzeitig treibt das Unternehmen umfangreiche Erweiterungen der Produktionsinfrastruktur und Schlüsselkooperationen mit führenden Halbleiterkonzernen voran.
Millionen für eigene Aktien
Am Montag legte ASML neue Vollzugsmeldungen zum laufenden Rückkaufprogramm vor. Solche Transaktionen verknappen das am Markt frei verfügbare Angebot und stärken den Gewinn je Aktie nachhaltig. Für Anleger liefert das kontinuierlich durchgeführte Programm eine verlässliche Stütze. Gestern belasteten steigende Anleiherenditen und anziehende Ölpreise die europäischen Aktienmärkte spürbar.
Neuer Campus und Fertigungsallianzen
Parallel zu den Kapitalmaßnahmen investiert ASML kräftig in die eigene industrielle Basis. Am 8. September startete der Bau eines zweiten großen Industriecampus in der Region Brainport. Auf dem Areal sind rund 350.000 Quadratmeter Fläche sowie Kapazitäten für bis zu 20.000 Arbeitsplätze vorgesehen.
Die Erweiterung soll den künftigen Bedarf an modernster Belichtungstechnik absichern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die High-NA-EUV-Lithografie, auf die führende Chiphersteller für kommende Technologiegenerationen setzen. Wie weit die Vorbereitungen voranschreiten, belegen jüngste Vereinbarungen mit Schlüsselkunden.
Samsung Electronics weitete am 8. September die strategische Kooperation aus, um diese Belichtungssysteme bis 2028 in die Massenfertigung moderner DRAM-Speicher einzubinden. Zudem verarbeitete Intel Foundry in Test- und Entwicklungsläufen für Prozessoren bereits über eine Million Wafer auf den neuen Anlagen.
Deutliche Diskrepanzen zwischen den Weltregionen
Die starke Nachfrage der globalen Branchengrößen steht im deutlichen Kontrast zur Lage auf dem europäischen Heimatmarkt. Laut einem Bericht von Bloomberg erklärte Executive Vice President Frank Heemskerk, dass ASML in Europa gegenwärtig gar keine Maschinen verkaufe. Zur Begründung verwies er auf fehlende Investitionen und den ausbleibenden Bau neuer Fabriken.
Während Standorte in den USA, China und Indien massive Mittel in die Halbleiterfertigung lenken, droht Europa nach Einschätzung von Heemskerk zurückzufallen. Für ASML bedeutet dies eine noch stärkere Ausrichtung auf die internationalen Fertigungszentren, an denen die nächste Generation der Chiparchitektur entsteht.
ASML Holding-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ASML Holding-Analyse vom 25. September liefert die Antwort:
Die neusten ASML Holding-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ASML Holding-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ASML Holding: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
