Mit dem Erwerb von 277.000 eigenen Papieren zwischen dem 28. September und 2. Oktober untermauert ASML sein laufendes Rückkaufprogramm. Das Gesamtvolumen dieser Transaktionen bezifferte das Unternehmen auf rund 442 Millionen Euro.
Die Maßnahme fällt in eine Phase, in der sich Marktteilnehmer auf die anstehende Veröffentlichung der Zwischenbilanz ausrichten. Am heutigen Donnerstag notiert das Papier bei 1.597,40 Euro, was einem leichten Tagesverlust von 1,0 Prozent entspricht.
Auftragsbestand und Analystenstimmen vor Q3-Termin
Am 14. Oktober 2026 legt der Halbleiterausrüster seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal vor, gefolgt von einer Konferenz für Investoren. Im Vorfeld dieses Termins positionieren sich institutionelle Beobachter mit Blick auf die mittelfristige Auslastung. Sandeep Deshpande von J.P. Morgan bestätigte am gestrigen Mittwoch seine Einstufung mit „Buy“ und nannte ein Kursziel von 2.100 Euro.
Die US-Bank betonte, dass der Großteil der EUV-Aufträge für das Jahr 2027 bereits fest gebunden sei. Parallel dazu verzeichne der Konzern eine substanzielle Nachfrage im Segment der DUV-Lithografiesysteme. Bei einem aktuellen Abstand von 8,6 Prozent zum 52-Wochen-Hoch von 1.748,00 Euro blicken Marktteilnehmer nun darauf, ob die kommenden Geschäftszahlen diese Erwartungshaltung bestätigen können.
Forschungsinitiativen und Debatte um Beteiligungen
Laut Reuters präsentierten Ingenieure von ASML und dem Optikspezialisten Carl Zeiss heute ein Konzept unter der Bezeichnung „Hyper NA“. Die Technologie wird als möglicher Nachfolger für aktuelle High-NA-EUV-Anlagen eingestuft. Sie könnte in etwa zehn Jahren produktionsreif sein und Strukturbreiten von bis zu fünf Nanometern ermöglichen.
ASML hat erste Entwicklungsarbeiten aufgenommen, bislang jedoch keine Zusage für den finalen Bau einer solchen Maschine gegeben. Medienberichten zufolge erklärte Zeiss, dass die Fertigung der benötigten Spiegel bereits realisierbar sei und bestehende Lichtquellen weiter genutzt werden könnten.
Gleichzeitig sorgten strategische Engagements des Konzerns für Gesprächsstoff. Medienberichten zufolge gaben die US-Notierungen des Unternehmens am gestrigen Mittwoch um 1,5 Prozent nach. Auslöser waren Berichte über das KI-Modell Large 4 des Unternehmens Mistral, das Funktionen für das Chipdesign aufweisen soll.
Anleger stellten daraufhin Fragen zur geschäftlichen Verwertung der Beteiligung von ASML an Mistral im Umfang von 1,3 Milliarden Euro. Belastbare Kundenangaben oder Leistungsdaten für diese Chipdesign-Funktionen wurden bislang nicht publiziert.
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