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Symbolbild, KI-generiert

ASML Aktie: Gegenwind vor Zahltag

ASML sieht sich vor den Quartalsergebnissen mit Analystenabstufungen, neuen US-Zöllen und anhaltenden China-Risiken konfrontiert, trotz eines historisch großen Kundenauftrags.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie startet deutlich schwächer nach Analystenabstufung
  • China-Umsatzanteil droht 2026 spürbar zu sinken
  • Historisch großer Auftrag von SK Hynix als Hoffnungsschimmer
  • Quartalszahlen und Hauptversammlung im April als Schlüsseltermine

Kurz vor den Quartalszahlen gerät ASML von mehreren Seiten unter Druck. Neue US-Zölle, Analystenabstufungen und anhaltende Exportbeschränkungen gegenüber China trüben das Bild — und das kurz vor einem der wichtigsten Termine des Jahres.

Zölle, Abstufungen, China-Risiko

Am 2. April eröffnete die Aktie rund 3,4 Prozent schwächer und schnitt damit deutlich schlechter ab als der Technologiesektor insgesamt. Auslöser war ein Mix aus bekannten und neuen Belastungsfaktoren. Mizuho soll ASML abgestuft haben und warnte vor rückläufigen Umsätzen sowie stagnierenden Gewinnen je Aktie im laufenden Jahr. Hinzu kommen Berichte über neue Trump-Zölle, die die globale Halbleiterlieferkette treffen könnten.

Das China-Geschäft bleibt das strukturelle Kernproblem. 2025 entfielen rund 29 Prozent des Umsatzes auf den chinesischen Markt — ein Anteil, der 2026 aufgrund verschärfter Exportkontrollen spürbar sinken dürfte. Wie viel davon Taiwan, Südkorea und die USA auffangen können, ist offen. Ein Hoffnungszeichen: SK Hynix gab Ende März einen EUV-Ausrüstungsauftrag über 7,9 Milliarden US-Dollar bekannt — die größte einzeln bekannte Bestellung in ASMLs Geschichte.

Bewertung und laufendes Aktienrückkaufprogramm

Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 46,5x liegt ASML deutlich über dem geschätzten fairen KGV von 36,4x sowie dem Branchendurchschnitt der US-Halbleiterindustrie von 35,8x. Das ist angesichts des aktuellen Gegenwinds eine anspruchsvolle Bewertung — auch wenn das Unternehmen mit einer Nettomarge von 29,4 Prozent und einem Gewinnwachstum von 15,3 Prozent pro Jahr über fünf Jahre fundamental solide dasteht.

Das laufende Aktienrückkaufprogramm läuft unbeeindruckt weiter. Bis Ende 2028 will ASML eigene Aktien im Wert von bis zu 12 Milliarden Euro zurückkaufen, den Großteil davon einziehen. Den finanziellen Spielraum dafür liefert das starke Schlussquartal 2025: 9,7 Milliarden Euro Umsatz, 52,2 Prozent Bruttomarge, 2,8 Milliarden Euro Nettogewinn.

Zwei Termine, viele Fragen

Am 15. April präsentiert ASML die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 — vor Marktöffnung, gefolgt von einem Investorencall um 15:00 Uhr MEZ. Das Management hat für das Gesamtjahr einen Umsatz von 34 bis 39 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge zwischen 51 und 53 Prozent in Aussicht gestellt. Für Q1 liegt die Guidance bei 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro.

Ob die KI-getriebene Nachfrage nach Logik- und DRAM-Kapazitäten die Auftragsbücher stabil hält, wird der entscheidende Datenpunkt sein. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2025 bei 38,8 Milliarden Euro — die Frage ist nicht, ob Nachfrage vorhanden ist, sondern wie schnell sich dieser Bestand in ausgelieferte Systeme und gebuchten Umsatz verwandelt.

Eine Woche später, am 22. April, folgt die Hauptversammlung in Veldhoven. Dort soll Marco Pieters als neuer Chief Technology Officer für vier Jahre bestellt werden. CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury sollen ebenfalls wiederbestellt werden. Aufsichtsratsmitglied Alexander Everke scheidet nach der HV aus. Am 24. April wird eine Dividende von 2,70 Euro je Aktie ausgezahlt.

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Diskussion zu ASML Holding

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