Mit Zurückhaltung haben die Anleger vor dem Wochenende auf Berichte über die Fertigungspläne von Apple reagiert. Am Markt standen Signale für eine vorsichtigere Produktion im Raum, während das Unternehmen zeitgleich neue Produktvorstellungen für die kommende Woche vorbereitet.
Drosselung bei Smartphone-Komponenten
Laut Reuters hat der Konzern ausgewählte Zulieferer angewiesen, die Bestellungen von Bauteilen für das iPhone 18 Pro sowie das iPhone 18 Pro Max zu reduzieren. Für den Monat Oktober sollen die Aufträge um mindestens 15 Prozent gegenüber den ursprünglichen Planungen gekürzt worden sein. Als Ursache gilt Medienberichten zufolge eine schwächer als erwartet ausgefallene Nachfrage nach den höherpreisigen Modellen.
Der Technologiekonzern gab zu den Berichten zunächst keine Stellungnahme ab. Reuters wies darauf hin, die Angaben nicht unabhängig überprüfen zu können. Auch blieb offen, wie stark sich diese Anpassungen auf die gesamte Fertigungsmenge der Modellreihe auswirken werden.
Produktstart in New York angekündigt
Parallel zu den Dämpfern in der Lieferkette stehen beim iPhone-Hersteller unmittelbar neue Vorstellungen an. Marketing-Chef Greg Joswiak kündigte an, dass das Unternehmen am 13. Oktober neue Produkte präsentieren will.
Geplant ist Medienberichten zufolge eine Presseveranstaltung in New York unter dem Titel „Welcome home“, begleitet von weiteren Ankündigungen über Mitteilungen des Konzerns. Welche Produktbereiche dabei konkret im Mittelpunkt stehen, ließ das Management im Vorfeld offen.
Analysten setzen auf Künstliche Intelligenz
Positive Impulse kamen derweil aus dem Analysebereich. Am Mittwoch stufte Analyst Dan Ives von Yorkville Ives die Aktie mit „Outperform“ und einem Kursziel von 400 $ ein.
Als wesentlichen Treiber sieht der Experte das Potenzial bei KI-Anwendungen für Endverbraucher. Durch die weltweite Basis an aktiven Geräten sei das Unternehmen ideal positioniert, um softwarebasierte Dienste effizient an Kunden auszurollen.
Notierung behauptet sich nahe Rekordmarke
Die Aktie zeigte sich von den Berichten über die Komponentenbestellungen nur moderat belastet. Am Freitag schloss das Papier mit einem Minus von 1,0 Prozent bei 300,50 Euro. Damit notiert der Wert weiterhin in unmittelbarer Reichweite seines 52-Wochen-Hochs von 304,60 Euro.
Auf der Führungsebene kam es vor dem Wochenende zudem zu Anteilsverkäufen. Laut einer Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht veräußerte SVP Jennifer Newstead am Donnerstag ein Aktienpaket des Konzerns.
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