Gespräche mit Halbleiterkonzernen und Regierung
Branchenkreisen zufolge plant AMD-Chefin Lisa Su für den kommenden Monat eine Reise nach Südkorea. Wie Medienberichten zu entnehmen ist, stehen bei dem Besuch direkte Treffen mit dortigen Halbleiterunternehmen auf dem Programm. Zudem sind Gespräche mit Regierungsvertretern des Landes vorgesehen.
Der geplante Besuch unterstreicht die strategische Bedeutung internationaler Kontakte im Halbleitersektor. Für AMD sind belastbare Verbindungen zu asiatischen Branchenakteuren ein wichtiger Faktor, um die steigende Nachfrage nach Hochleistungschips zu bedienen. Die Reise signalisiert das Bestreben, Kooperationen vor Ort weiter zu vertiefen.
Zukauf von World Labs stärkt KI-Forschung
Die Reisepläne schließen sich an eine milliardenschwere Weichenstellung des Konzerns an. Am Montag kündigte AMD eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme von World Labs an. Der Kaufpreis für das KI-Forschungslabor beläuft sich auf rund 8,2 Milliarden $. Die Vereinbarung sieht vor, dass die Transaktion vollständig über Aktien abgewickelt wird.
World Labs wurde unter anderem von der Wissenschaftlerin Fei-Fei Li mitgegründet. Nach dem Vollzug der Übernahme soll Li bei AMD als Executive Vice President und Chief Scientist einsteigen. Das Unternehmen rechnet damit, die Transaktion bis zum Jahresende abzuschließen. Der Vollzug steht unter dem Vorbehalt der üblichen behördlichen Genehmigungen.
Die personelle Verstärkung zeigt den hohen Stellenwert, den AMD dem Ausbau eigener Software- und KI-Kompetenzen beimisst. Mit der wissenschaftlichen Expertise an der Führungsspitze will der Chipkonzern seine technologische Ausrichtung stärken.
Bank of America hebt Kursziel an
Auch am Kapitalmarkt stoßen die jüngsten Entwicklungen auf Zustimmung. Am Freitag hat die Bank of America ihr Kursziel für die AMD-Aktie von 620 $ auf 720 $ angehoben. Gleichzeitig bestätigte das Analysehaus seine Einstufung mit „Buy“.
An der Börse zeigt sich das Papier nach der Kursrally des laufenden Jahres stabil. Im heutigen Handel verzeichnet die Aktie ein leichtes Minus von 0,7 Prozent auf 532,30 Euro. Seit Jahresanfang beläuft sich das Kursplus auf 189 Prozent.
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