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Almonty Aktie: Rechtsstreit beigelegt?

Pure Tungsten korrigierte Kims frühere Tätigkeit; Almonty meldete zudem einen Prüferwechsel ohne Differenzen bei Rechnungslegung oder Prüfung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Pure Tungsten veröffentlichte eine Richtigstellung
  • Kims Auftrag endete Ende 2015
  • PwC übernahm das Prüfmandat
  • Prüferwechsel ohne fachliche Streitpunkte

Almonty hat im Rahmen einer Vergleichsvereinbarung eine Klarstellung von Pure Tungsten erreicht. Wie das Unternehmen am 2. Oktober mitteilte, hatte Tiger Kim niemals eine Führungs-, leitende Unternehmens- oder Verwaltungsratsfunktion bei Almonty inne. Für Anleger ist die Nachricht von den Fortschritten in Sangdong zu trennen: Sie betrifft die Beilegung eines Rechtsstreits, nicht einen neuen Produktions- oder Finanzbericht.

Klarstellung zur Rolle von Tiger Kim

Pure Tungsten veröffentlichte die korrigierende Erklärung im Rahmen des Vergleichs. Darin wurde auch klargestellt, dass Kims Tätigkeit als unabhängiger Auftragnehmer für Almonty am 31. Dezember 2015 endete.

Die Unterscheidung ist der Kern der Mitteilung. Eine Tätigkeit als externer Auftragnehmer ist nicht mit einer Führungsposition oder einem Sitz im Verwaltungsrat gleichzusetzen. Almontys Erklärung grenzt damit sowohl die Art der früheren Zusammenarbeit als auch deren zeitlichen Rahmen ab.

Der Vergleich und die anschließende Veröffentlichung sind abgeschlossene Schritte. Die Nachricht beschreibt somit die Lösung des Streits um die Darstellung einer früheren Tätigkeit. Sie liefert keinen zusätzlichen operativen Meilenstein für Sangdong.

Prüferwechsel ohne fachliche Differenzen

Daneben meldete Almonty einen Wechsel des Abschlussprüfers. Seit dem 29. September ist PricewaterhouseCoopers LLP als unabhängige registrierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft bestellt. Zuvor hatte Zeifmans LLP das Mandat niedergelegt.

Nach der Pflichtmitteilung beruhte der Wechsel nicht auf Meinungsverschiedenheiten über Rechnungslegung, Offenlegung oder Prüfungsfragen. Diese ausdrückliche Einordnung ist für Anleger wesentlich: Der Personalwechsel beim Prüfer und die juristische Klarstellung betreffen unterschiedliche Sachverhalte.

Auch daraus ergibt sich keine neue Aussage über Produktionsmengen oder Geschäftsergebnisse. Beide Mitteilungen sollten deshalb getrennt von den betrieblichen Fortschritten bewertet werden.

Operative Termine bleiben der Bezugspunkt

Den betrieblichen Hintergrund bildet der Aktionärsbrief von vor rund zwei Wochen. Almonty berichtete darin über den Beginn der Wolframkonzentrat-Produktion in Sangdong und laufende unterirdische Entwicklungsarbeiten für Phase II.

Medienberichten zufolge erwartete CEO Lewis Black bei seinem Auftritt am Mittwoch die Bestellungen für die Ausrüstung der nächsten Ausbaustufe innerhalb von vier bis sechs Wochen. Zugleich verwies er auf technische Feinabstimmungen während des Hochlaufs.

Für die operative Bewertung stehen damit Produktion und Ausbau im Vordergrund. Die Klarstellung zu Tiger Kim beantwortet dagegen eine eng umrissene rechtliche Frage. Sie verändert nicht den Charakter der separat kommunizierten Betriebsfortschritte und ersetzt keinen Bericht über deren wirtschaftliche Ergebnisse.

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Diskussion zu Almonty

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

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