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Symbolbild, KI-generiert

XRP: Verluste erwartet?

Die Investmentbank Goldman Sachs hält über 150 Millionen Dollar in XRP-Fonds, während das Netzwerk eine hohe Aktivität verzeichnet, der Kurs jedoch technische Warnsignale zeigt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Goldman Sachs als größter institutioneller XRP-ETF-Halter
  • XRPL-Netzwerk erreicht Kapazitätsgrenze mit hoher Aktivität
  • Chartanalyse deutet auf bevorstehendes Death Cross hin
  • Kurs fällt unter wichtige technische Unterstützungsmarken

Während der breite Kryptomarkt unter geopolitischen Spannungen leidet, positioniert sich ein Schwergewicht der Wall Street überraschend deutlich. Ein aktueller Bericht enthüllt Goldman Sachs als größten institutionellen Halter von XRP-Spot-ETFs. Dieser millionenschwere Vertrauensbeweis fällt in eine Phase, in der das Netzwerk zwar auf Hochtouren läuft, der Chart jedoch bedrohliche Signale sendet.

Aus einer jüngsten Pflichtmitteilung geht hervor, dass die Investmentbank zum Jahreswechsel 153,8 Millionen US-Dollar auf vier verschiedene XRP-Fonds verteilt hat. Das ist bemerkenswert, denn das von Vermögensverwaltern betreute XRP-Kapital schrumpfte seit Jahresbeginn insgesamt von 1,65 Milliarden auf knapp 996 Millionen Dollar. Bislang dominieren Privatanleger mit einem Anteil von 84 Prozent das ETF-Geschehen. Der Einstieg von Goldman Sachs bildet hier ein klares Gegengewicht zur aktuell gedrückten Stimmung und den eher verhaltenen täglichen Zuflüssen der letzten Tage.

Netzwerk am Limit

Abseits der Börsenplätze sorgt die zugrundeliegende Technologie für Aufsehen. Auf dem XRP Ledger (XRPL) kam es kürzlich zu einem historisch seltenen Gebührensprung. Der Grund dafür war ein massiver Anstieg der Netzwerkaktivität auf über 200 Transaktionen pro Ledger-Schließung.

Ripple-Technikchef David Schwartz erklärte den Vorgang mit der dynamischen Gebührenstruktur des Systems. Sobald die Nachfrage die Kapazitätsgrenze erreicht, erhöhen die Validatoren automatisch die Kosten, um das Netzwerk stabil zu halten und den Durchsatz zu priorisieren. Dieser Mechanismus belegt eine unerwartet hohe reale Nutzung der Blockchain – völlig unbeeindruckt vom schwächelnden Kurs.

Charttechnik mahnt zur Vorsicht

Trotz der fundamentalen Lichtblicke zeichnet die Charttechnik ein negatives Bild. Der aktuelle Kursrutsch auf 1,38 US-Dollar drückt den Token unter wichtige charttechnische Marken. Analysten warnen vor einem sogenannten „Death Cross“, da die 50-Tage-Linie (aktuell bei 1,41 Dollar) kurz davor steht, den 200-Tage-Durchschnitt nach unten zu durchkreuzen. Ein solches Signal trat bei dieser Kryptowährung zuletzt im Mai 2025 auf.

Das Marktumfeld bleibt angesichts der geopolitischen Unsicherheiten im Nahen Osten extrem nervös, was sich in einem niedrigen „Fear & Greed Index“ von 30 widerspiegelt. Nachdem der Widerstand bei 1,50 Dollar nicht durchbrochen werden konnte, liegt die unmittelbare Unterstützung nun bei 1,36 Dollar. Sollte diese Marke auf Schlusskursbasis fallen und eine schnelle Rückeroberung der 50-Tage-Linie ausbleiben, rückt aus technischer Sicht die psychologisch wichtige Schwelle von 1,00 Dollar als nächstes logisches Kursziel in den Fokus.

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