Traditionelle Finanzwelt und Krypto-Sektor rücken enger zusammen. Ripple, JPMorgan, Mastercard und Ondo Finance melden einen erfolgreichen Pilotversuch. Sie haben tokenisierte US-Staatsanleihen grenzüberschreitend abgewickelt. Das passierte direkt über das XRP Ledger.
Abwicklung in Rekordzeit
Im Zentrum stand der Staatsanleihenfonds OUSG von Ondo Finance. Die Partner testeten die Rücknahme dieser Anteile. Die reine Blockchain-Transaktion dauerte weniger als fünf Sekunden. Das Ziel: ein globaler Rahmen für Abwicklungen rund um die Uhr.
Für die technische Umsetzung kombinierten die Konzerne ihre eigenen Netzwerke. Mastercard nutzte sein Multi-Token Network für die Zahlungsanweisungen. JPMorgans Kinexys-Plattform übernahm die klassische Währungsverarbeitung. Die finale Auszahlung in US-Dollar landete auf einem Ripple-Konto in Singapur.
Der Test zeigt die wachsende Bedeutung der Tokenisierung. Aktuell liegen reale Vermögenswerte von über 2,5 Milliarden US-Dollar auf dem XRP Ledger. JPMorgan prüft damit die Verbindung zwischen privaten Banken-Systemen und öffentlichen Blockchains.
Kapital fließt in ETFs
Die institutionelle Akzeptanz treibt parallel die Kapitalflüsse an. Gestern verzeichneten XRP-Spot-ETFs erneut zweistellige Millionen-Zuflüsse. Das gesamte Nettovermögen in diesen Fonds schätzen Experten mittlerweile auf 1,41 Milliarden US-Dollar.
Am Markt spiegelt sich diese Dynamik nur bedingt wider. Der XRP-Kurs notiert aktuell bei 1,42 US-Dollar. Auf Jahressicht steht damit ein Minus von gut 24 Prozent auf der Kurstafel. Auch der wichtige 200-Tage-Durchschnitt bei 1,78 US-Dollar bleibt vorerst außer Reichweite.
Kurz gesagt: ein gemischtes Bild. Händler positionieren sich laut aktuellen Daten überwiegend optimistisch. Das Handelsvolumen stieg zuletzt deutlich an. Für eine echte Rallye muss der Kurs jedoch den massiven Widerstand bei 1,50 US-Dollar knacken.
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