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XRP: Fondsserie gerissen?

Nach 13 Wochen mit Zuflüssen verzeichneten XRP-Spot-ETFs Abgänge; Ripple-Projekte bedeuten nicht automatisch mehr Token-Nachfrage.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 1,84 Millionen US-Dollar netto abgeflossen
  • 13-wöchige Zuflussserie ist beendet
  • Ledger-Änderung für 23. Oktober vorgesehen
  • Partnerschaften schaffen keine XRP-Nutzungspflicht

Die jüngste Nachricht zu XRP betrifft einen Rückschlag bei der Fondsnachfrage: Medienberichten vom gestrigen Sonntag zufolge verzeichneten US-Spot-ETFs auf XRP erstmals nach einer längeren Zuflussserie wieder Nettoabflüsse. Gleichzeitig stehen Änderungen am XRP Ledger und neue Partnerschaften im Umfeld von Ripple an. Für Anleger ist dabei entscheidend, welche Entwicklungen XRP unmittelbar betreffen und welche zunächst andere Angebote stärken.

Fondsnachfrage verliert an Schwung

In der am Freitag beendeten Woche flossen netto 1,84 Millionen US-Dollar aus den US-Spot-ETFs auf XRP ab. Damit endete eine Serie von 13 Wochen mit Nettozuflüssen.

Der Wechsel zu Abflüssen zeigt eine Unterbrechung der bisherigen Nachfrage über diese Anlageprodukte. Einen dauerhaften Trendwechsel belegt eine einzelne Woche allerdings nicht. Ebenso wenig lassen sich die neuen Partnerschaften von Ripple bereits als Gegengewicht zu den Abflüssen werten: Dafür müssten sie eine zusätzliche Nachfrage nach XRP auslösen.

Die Unterscheidung zwischen Fondsnachfrage, technischer Weiterentwicklung und neuen Dienstleistungen ist deshalb zentral. Nicht jede geschäftliche Expansion im Ripple-Umfeld bedeutet automatisch einen zusätzlichen Einsatz des Tokens.

Protokolländerung steht unter Vorbehalt

Beim XRP Ledger richtet sich der Blick auf den 23. Oktober. Für diesen Termin ist Medienberichten vom Samstag zufolge die Aktivierung der Änderung fixCleanup3_4_0 vorgesehen. Voraussetzung bleibt eine fortgesetzte Unterstützung der Validatoren oberhalb der erforderlichen Schwelle.

Die Änderung soll Protokollfehler beheben. Dazu gehört ein Berechtigungsproblem beim Verbrennen von Token. Der Termin ist somit ein konkreter technischer Anker, aber keine vorbehaltlose Zusage. Inhaltlich geht es um Korrekturen am Protokoll und nicht um die Einführung eines neuen Finanzprodukts.

Partnerschaften erfordern genaue Abgrenzung

Einen direkten Bezug zu Anwendungen auf dem Netzwerk hat die am 13. Oktober angekündigte Zusammenarbeit von Ripple und Privy. Sie soll Entwicklern eingebettete Wallets für Anwendungen mit XRP, RLUSD und anderen Vermögenswerten auf dem XRP Ledger ermöglichen. Vorgesehen sind auch programmierbare Wallets für Zahlungen durch KI-Agenten.

Anders liegt der Schwerpunkt bei der am Donnerstag angekündigten Partnerschaft mit Cross River Bank. Sie betrifft die Integration des Stablecoins RLUSD in das Kernbankensystem und dessen Nutzung als Zahlungsweg für Fintech-Kunden. Transaktionen auf dem XRP Ledger gehören dazu; eine zusätzliche Nutzungspflicht für XRP wurde damit nicht angekündigt.

Auch die am selben Tag vorgestellte Erweiterung von Ripple Prime betrifft einen Dienst für institutionelle Kunden und keinen neuen verpflichtenden XRP-Einsatz. Für die Einordnung bleibt deshalb die Trennung maßgeblich: Die ETF-Abflüsse betreffen XRP unmittelbar, während sich die Bedeutung der Partnerschaften nach ihrem jeweiligen Token-Bezug richtet.

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Diskussion zu XRP

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.