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Symbolbild, KI-generiert

Xiaomi Aktie: Wachstum mit Rissen

Xiaomis Jahreszahlen 2025 zeigen ein gespaltenes Bild: Die Elektrofahrzeugsparte verzeichnet ein Umsatzplus von 224 Prozent, während der Nettogewinn im vierten Quartal um fast ein Viertel sinkt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Elektroauto-Umsatz explodiert um über 200 Prozent
  • Smartphone-Kerngeschäft wächst nur noch minimal
  • Gewinnrückgang durch hohe Investitionen in E-Autos
  • Aktienkurs notiert deutlich unter Jahreshoch

Rekordwachstum auf dem Papier — und trotzdem keine Euphorie. Xiaomis Jahreszahlen für 2025 erzählen zwei Geschichten gleichzeitig: ein Elektrofahrzeuggeschäft, das geradezu explodiert, und ein Smartphone-Kerngeschäft, das strukturell ins Hintertreffen gerät.

EV-Sparte übernimmt die Führung

Der Gesamtumsatz stieg 2025 um 25 Prozent auf 457,3 Milliarden Yuan — ein klares Rekordergebnis. Der Treiber dahinter ist eindeutig: Das EV-Segment legte um rund 224 Prozent auf 106,1 Milliarden Yuan zu und macht inzwischen etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes aus. Das Smartphone-Geschäft wuchs im Vergleich dazu nur um 5,4 Prozent.

Im vierten Quartal lieferte Xiaomi 145.115 Fahrzeuge aus — mehr als doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum. Der SU7 führte 2025 die Verkaufsliste unter chinesischen Limousinen über 200.000 Yuan an, der SUV YU7 stand im Februar 2026 zum sechsten Mal in Folge an der Spitze seines Segments. Für 2026 peilt Xiaomi 550.000 Auslieferungen an; die neue SU7-Generation war im März in 34 Minuten zu 15.000 Einheiten ausverkauft.

Gewinnrückgang trübt das Bild

Beim Gewinn sieht die Lage weniger rosig aus. Im vierten Quartal fiel der bereinigte Nettogewinn um 23,7 Prozent auf 6,35 Milliarden Yuan — das schwächste Quartalswachstum seit 2023. Zwar lagen die Zahlen leicht über den Analystenerwartungen, der Rückgang selbst spiegelt jedoch die Kosten des Umbaus wider: steigende Forschungsausgaben, teure EV-Investitionen und Margendruck durch höhere Speicherchipkosten im Smartphone-Segment.

Die F&E-Ausgaben kletterten 2025 um 37,8 Prozent auf 33,1 Milliarden Yuan. Für die kommenden fünf Jahre plant Xiaomi kumulierte Investitionen von über 200 Milliarden Yuan — ein klares Bekenntnis zur Transformation, das kurzfristig auf die Profitabilität drückt.

Aktie weit unter Jahreshoch

An der Börse spiegelt sich die Skepsis. Die Aktie notiert rund 45 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 6,69 Euro und hat seit Jahresbeginn knapp 18 Prozent verloren. Auch der 200-Tage-Durchschnitt bei 4,98 Euro liegt weit über dem aktuellen Kursniveau — ein technisches Warnsignal.

Die Jahreszahlen bestätigen: Xiaomi ist kein reines Smartphone-Unternehmen mehr. Ob der Umbau schnell genug gelingt, um die strukturelle Schwäche im Kerngeschäft dauerhaft zu kompensieren, hängt maßgeblich davon ab, wie sich die EV-Margen bei steigenden Auslieferungsvolumina entwickeln — und ob das Auslieferungsziel von 550.000 Fahrzeugen 2026 tatsächlich erreicht wird.

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