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Symbolbild, KI-generiert

Wienerberger Aktie: Wohnungsbau-Flaute!

Schwache Wohnungsbaunachfrage und höhere Kosten drücken die Jahresprognose; Wienerberger beschleunigt geplante Einsparmaßnahmen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verlor 3,9 Prozent
  • EBITDA-Ziel auf 640 bis 650 Millionen Euro gesenkt
  • Schwache Nachfrage in drei Kernmärkten
  • Konzern will Kostensenkungen beschleunigen

Die Aktie von Wienerberger verzeichnete gestern einen deutlichen Rücksetzer von 3,9 Prozent auf 16,14 Euro. Auslöser für den Verkaufsdruck war ein Trading Update des österreichischen Baustoffherstellers. Das Unternehmen passte darin seine operativen Ziele für das Gesamtjahr an ein spürbar schwierigeres Branchenumfeld an.

Nachfrageschwäche im Wohnungsbau

Als wesentlichen Grund für die Eintrübung nannte Wienerberger eine anhaltende Flaute im Wohnungsneubau. Vor allem in den Kernmärkten Großbritannien, USA und Kanada blieb die Nachfrage schwach. Zudem entwickelte sich die Bauaktivität im September schlechter als zunächst angenommen. Neben dem zähen Neugeschäft belasten steigende Kosten die Ertragskraft: Seit Ende August zogen die Aufwendungen für Energie, Rohstoffe und Logistik spürbar an.

Die veränderten Rahmenbedingungen drücken auf das Ergebnis des laufenden Jahres. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Management beim operativen EBITDA mit einer Spanne von 640 bis 650 Millionen Euro. Zuvor hatte der Konzern 700 Millionen Euro avisiert. Auch das dritte Quartal blieb von dieser Entwicklung geprägt, in dem nach vorläufigen Schätzungen sowohl Umsatz als auch operatives Ergebnis hinter früheren Erwartungen zurückblieben.

Strategieprüfung und Kostensenkungen

Um den steigenden Belastungen entgegenzuwirken, setzt das Unternehmen an der Kostenstruktur an. Wienerberger kündigte an, bestehende Maßnahmen zur Optimierung der Aufwendungen zu beschleunigen.

Eine detaillierte Bestandsaufnahme folgt in wenigen Wochen: Am 12. November 2026 stellt der Konzern die Zwischenergebnisse für die ersten neun Monate vor. An diesem Tag will die Führung zugleich über den Fortschritt der strategischen Überprüfung informieren.

Am Markt richtet sich die Aufmerksamkeit darauf, ob die angekündigten Effizienzprogramme die Margen im europäischen und nordamerikanischen Geschäft stabilisieren können.

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