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Wienerberger Aktie: Kurs bricht um 49 Prozent ein

Schwacher Wohnungsneubau und höhere Kosten belasten Wienerberger; das Unternehmen erwartet ein Jahres-EBITDA von 640 bis 650 Millionen Euro.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie seit Jahresbeginn 49 Prozent niedriger
  • Jahres-EBITDA von 640 bis 650 Millionen erwartet
  • Wienerberger beschleunigt Kostenoptimierungen
  • Berenberg senkt Kursziel auf 19 Euro

Die anhaltende Flaute im Wohnungsbau und ein spürbarer Kostenschub belasten die Aussichten für Wienerberger empfindlich. Vor allem in Schlüsselmärkten wie Großbritannien, den USA und Kanada zeigt sich die Nachfrage im Wohnungsneubau schwach. An den Kapitalmärkten schlägt sich dieser Gegenwind bereits deutlich nieder: Am Freitag notierte das Papier bei 15,60 Euro, was seit Jahresbeginn einem Kursrückgang von 49 Prozent entspricht.

Kostensteigerungen belasten das operative Geschäft

Verantwortlich für den anhaltenden Druck ist eine Kombination aus schleppender Nachfrage und steigenden Ausgaben. Eine saisonale Erholung der Bauaktivitäten im September blieb schwächer als angenommen. Parallel dazu verzeichnete der Konzern seit Ende August kräftige Verteuerungen bei Energie, Rohstoffen und der Logistik, die auf den Margen lasten.

Angesichts dieser Belastungsfaktoren passte Wienerberger die Jahresziele an. Das operative EBITDA für das Gesamtjahr wird in einer Spanne von 640 bis 650 Millionen Euro erwartet.

Sparprogramm und strategische Überprüfung

Um auf das veränderte Marktumfeld zu reagieren, setzt die Unternehmensführung auf Einsparungen. Wienerberger hat die Umsetzung von Kostenoptimierungen beschleunigt und zudem eine strategische Überprüfung einzelner Geschäftsbereiche eingeleitet. Diese Schritte sollen die Ertragskraft stützen, solange die Wohnbautätigkeit in den wichtigen Absatzregionen stagniert.

Die strukturellen Hürden für den Sektor bleiben jedoch hoch. Marktbeobachter verweisen darauf, dass die Zinsbelastung im Wohnungssektor nach wie vor wie eine Bremse auf Neubauprojekte und Genehmigungen wirkt.

Analysten passen ihre Bewertung an

Analyst Harry Goad vom Bankhaus Berenberg senkte das Kursziel für Wienerberger von 25,00 auf 19,00 Euro, behielt die Kaufempfehlung für den Titel jedoch bei. Als wesentliche Belastungsfaktoren nannte der Experte höhere Hypothekenzinsen und die Inflation, die das Bauumfeld dämpfen.

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