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Was ist ein Faktor-Zertifikat?

Bei Faktor-Zertifikaten handelt es sich um eine Variante von Hebelpapieren, mit denen der Inhaber an der Preisentwicklung des Underlyings (Indizes, Aktien, Rohstoffe, Währungen etc.) partizipieren kann.

Anders als beispielsweise Knock-Out-Zertifikate haben Faktor-Zertifikate über die gesamte Laufzeit immer einen konstanten Hebel und keine Knock-Out-Schwelle. Von Optionsscheinen unterscheiden sich Faktor-Zertifikate wiederum dadurch, dass die Volatilität keine Rolle spielt. Rechtlich gesehen sind Faktor-Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen.

Anleger können Faktor-Zertifikate nutzen, um mit einem Hebel auf die Preisentwicklung eines zugrunde liegenden Basiswertes zu setzen, ohne dass die Volatilität oder eine Knock-Out-Schwelle beachtet werden muss.

Faktor-Zertifikate werden von Banken emittiert und können direkt über Börsen oder außerbörslich direkt beim Emittenten gehandelt werden.

Beispiel:

Kauft ein Anleger ein Long Faktor-Zertifikat auf Aktie X mit dem Hebel 10, dann steigt der Wert des Zertifikates um 10 Prozent, wenn der Basiswert um 1 Prozent steigt. Fällt dagegen der Basiswert um 1 Prozent, fällt das Faktor-Zertifikat um 10 Prozent.

Anlog verhält sich die Systematik mit einem Short Faktor-Zertifikat. Dessen Wert erhöht sich um 10 Prozent, wenn der Kurs des Basiswertes um 1 Prozent fällt. Steigt dagegen der unterstellte Basiswert um 1 Prozent, fällt das Faktorzertifikat mit Faktor 10 um 10 Prozent.

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Beitragsbild: Pixabay