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Symbolbild, KI-generiert

US-Inflation zieht an: Fed vor Zinspause im Oktober

Höhere Benzinkosten treiben die Gesamtteuerung, während die moderate Kernrate der Federal Reserve Beobachtungszeit lässt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Benzinpreise legten monatlich um 7,1 Prozent zu
  • Kerninflation dürfte bei 2,5 Prozent liegen
  • Fed erhöhte den Leitzins im Vormonat
  • Märkte schätzen Oktober-Anhebung auf 22 Prozent

Steigende Benzinpreise treiben die US-Verbraucherpreise im September spürbar an, zwingen die Federal Reserve jedoch nicht zu einem sofortigen Zinsschritt. Während teurere Energie die Gesamtrate nach oben drückt, bleibt der grundlegende Preisdruck verhalten genug, um den Währungshütern im Oktober eine Pause zu ermöglichen.

Ökonomen rechnen für den September mit einem monatlichen Zuwachs der Verbraucherpreise um 0,6 Prozent. Auf Jahressicht dürfte die Teuerungsrate damit auf 3,6 Prozent klettern, nachdem sie im August noch etwas niedriger notiert hatte.

Haupttreiber dieser Entwicklung sind die Zapfsäulen. Benzin verteuerte sich binnen Monatsfrist um 7,1 Prozent infolge der militärischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Höhere Transportkosten drohen die Lieferketten zu belasten, haben das allgemeine Preisgefüge abseits der Treibstoffe bislang allerdings kaum erfasst.

Kernrate verschafft Notenbank Spielraum

Entscheidend für die Geldpolitik bleibt der Blick auf die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie. Hier deutet sich für September ein moderater Zuwachs von 0,2 Prozent an. Auf Zwölfmonatssicht würde die Kernrate damit lediglich leicht auf 2,5 Prozent anziehen.

Die Federal Reserve hatte ihren Leitzins im Vormonat um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben. Ein schwächerer Beschäftigungsaufbau im September dämpfte zuletzt den Druck auf die Währungshüter, die geldpolitischen Zügel unmittelbar weiter anzuziehen.

An den Terminmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine erneute Anhebung Ende Oktober auf lediglich 22 Prozent geschätzt. Die Notenbank kann sich leisten, die Übertragung der Energiekosten auf andere Wirtschaftsbereiche vorerst zu beobachten.

Bei der Zinsentscheidung am 27. und 28. Oktober spricht daher alles für ein vorläufiges Festhalten am aktuellen Zinsniveau. Erst für die nachfolgende Sitzung im Dezember rechnen Marktbeobachter mit dem nächsten Straffungsschritt.

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.