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Überraschendes BIP-Wachstum treibt britische Märkte an

Die Industrieproduktion stützte das Augustwachstum; für das Folgejahr senkte der IWF seine britische Prognose auf 1,2 Prozent.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • BIP im August um 0,1 Prozent gestiegen
  • Industrieproduktion legte um 0,8 Prozent zu
  • FTSE 100 gewann 0,74 Prozent
  • IWF senkte Folgejahresprognose auf 1,2 Prozent

Die britische Wirtschaft trotzt den Befürchtungen einer Abkühlung. Im August wuchs das Bruttoinlandsprodukt um 0,1 Prozent, während am Markt mit einem Rückgang um 0,1 Prozent gerechnet worden war. An den Londoner Finanzmärkten sorgte die Überraschung umgehend für Auftrieb: Sowohl der Leitindex FTSE 100 als auch das Pfund legten am Donnerstag zu.

Dass die Wirtschaftsleistung zulegen konnte, lag vor allem an den Fabriken. Die Industrieproduktion wuchs im August um 0,8 Prozent, während die Dienstleister stagnierten. Der Bausektor verbuchte indes ein Minus von 0,2 Prozent.

Die Erholung im verarbeitenden Gewerbe fing damit den Rückschlag auf den Baustellen ab. Auch im Jahresvergleich fiel die Bilanz freundlicher aus als erwartet: Das Bruttoinlandsprodukt lag im August um 2,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Das entspricht dem stärksten Zuwachs seit vier Jahren.

Erleichterung an den Londoner Börsen

Der Londoner Leitindex FTSE 100 kletterte am Donnerstag um 0,74 Prozent auf 10.804,32 Punkte. Anleger griffen nach den Konjunkturdaten vor allem bei Industriewerten und zyklischen Aktien zu.

Spitzenreiter im Index war die BT Group mit einem Aufschlag von mehr als vier Prozent. Zeitgleich profitierte das britische Pfund von den Konjunkturdaten: Gegenüber dem US-Dollar legte die Währung um 0,40 Prozent auf 1,3245 Dollar zu. Parallel dazu gaben die Renditen zehnjähriger britischer Staatsanleihen leicht nach.

Gedämpfte Erwartungen für den Jahresausklang

Trotz der positiven Monatszahlen warnen Wirtschaftsverbände vor übertriebenen Hoffnungen. Die Confederation of British Industry betonte, dass steigende Inflationsraten und restriktivere Finanzierungsbedingungen das Tempo der Erholung bremsen. Ein verhaltener Jahresausklang gilt daher weiterhin als das wahrscheinlichere Szenario.

Internationale Institutionen teilen diese vorsichtige Haltung. Zwar hob der Internationale Währungsfonds seine Wachstumsprognose für Großbritannien im laufenden Jahr leicht auf 1,3 Prozent an. Für das Folgejahr reduzierte die Organisation ihre Projektion jedoch auf 1,2 Prozent.

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Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.

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