Startseite » Europa-Märkte » UBS Aktie: Sonderabgabe im Visier?
Symbolbild, KI-generiert

UBS Aktie: Sonderabgabe im Visier?

Die Ständeratskommission befürwortet eine Abgabe für UBS; zugleich sichert ein britischer Pensionsdeal Zusagen für mehr als 7.000 Mitglieder ab.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kommission befürwortet Gebühr für UBS
  • Bankenverband weist den Vorschlag zurück
  • Pensionsdeal über 1,7 Milliarden Pfund vereinbart
  • Deutsche Bank Research hebt Kursziel an

Die Schweizer Grossbank sieht sich an mehreren Fronten mit finanziellen und aufsichtsrechtlichen Weichenstellungen konfrontiert. Während die parlamentarische Debatte in Bern über Sonderabgaben für das Institut konkreter wird, treibt die Bank parallel den Abbau langfristiger Altlasten im Ausland voran. Am Markt zeigt sich die Aktie stabil: Im heutigen Handel legt das Papier leicht um 0,4 Prozent auf 42,95 Euro zu.

Ständeratskommission zielt auf Sondergebühr

Neuer regulatorischer Gegenwind zeichnet sich am Heimatmarkt ab. Laut Reuters sprach sich die Wirtschaftskommission des Schweizer Ständerats gestern für eine vorgängige Gebühr aus, die den Zugang zum staatlichen Liquiditätsnetz (Public Liquidity Backstop) bepreisen soll.

Die Kommission will diese Abgabe explizit auf systemrelevante Institute mit bedeutendem Auslandsgeschäft begrenzen. Nach deren eigener Einschätzung wäre gegenwärtig ausschliesslich die UBS von dieser Regelung betroffen.

Zusätzlich schlug das Gremium vor, die Bemessungsgrundlage spürbar auszuweiten. Neben klassischen Parametern sollen künftig auch Bail-in-Schulden, bei ausländischen Notenbanken hinterlegte Sicherheiten sowie ergänzende langfristige Refinanzierungsquellen herangezogen werden.

Während die Bank selbst keine Stellungnahme abgeben wollte, formierte sich bereits Widerstand aus der Branche: Der Schweizerische Bankenverband lehnte den Kommissionsvorschlag ab.

Pensionsrisiken in Grossbritannien ausgelagert

Abseits der politischen Diskussionen am Hauptsitz schafft das Institut an anderer Stelle Fakten zur Bilanzbereinigung. Ebenfalls am gestrigen Dienstag vereinbarte der UBS (UK) Group Pension Plan einen Buy-in mit dem britischen Versicherer Legal & General im Umfang von 1,7 Milliarden Pfund.

Die Transaktion deckt die Pensionszusagen von mehr als 7.000 Mitgliedern des institutseigenen Plans ab. Im Zuge dieser Vereinbarung wurde zudem eine bestehende Absicherung gegen Langlebigkeitsrisiken von der Zurich auf Legal & General übertragen.

Rückendeckung erhält die Bank derweil von Analystenseite. Deutsche Bank Research stufte den Titel am 7. Oktober weiterhin mit „Buy“ ein und erhöhte das Kursziel von 45 auf 47 Schweizer Franken.

Für zusätzliche Aktivität im Fondsgeschäft sorgt die Vermögensverwaltungssparte: UBS Asset Management kündigte für Dezember eine Kapitalerhöhung beim Immobilienfonds UBS (CH) Property Fund – Swiss Residential «Anfos» an.

Anleger bewerten die Mischung aus regulatorischen Belastungsfaktoren und operativen Fortschritten derzeit mit Zurückhaltung. Mit dem aktuellen Kurs notiert die Aktie 11 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 48,19 Euro.

Anzeige

Stand heute, 14. Oktober: UBS – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in UBS investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 14. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

UBS: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu UBS

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/