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UBS Aktie: Kommt die Gewinne-Überraschung?

Deutsche Bank Research hebt das UBS-Kursziel an; im Fokus stehen Quartalsausblick, Credit-Suisse-Integration und geplante Fondsübertragung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • UBS-Aktie gewinnt im Marktaufschwung 2,4 Prozent
  • Deutsche Bank Research erhöht Kursziel auf 47 Franken
  • UBS veröffentlicht Quartalszahlen am 28. Oktober 2026
  • Fondsübertragung an Northern Trust für 2027 vorgesehen

Die Aktie der UBS hat am gestrigen Freitag im Sog einer breiten Markterholung um 2,4 Prozent zugelegt. Ein spezifischer Unternehmenstreiber lag dem Anstieg nicht zugrunde. Händler und Marktberichte führten die freundlichere Stimmung an den europäischen Handelsplätzen vor allem auf gesunkene Ölpreise sowie nachgebende Marktzinsen zurück. Mit dem jüngsten Kursplus beendete das Papier der Schweizer Großbank den Handel bei 42,96 Euro.

Positive Impulse vor den Quartalszahlen

Unterstützung erhält das Institut im Vorfeld der nächsten Zwischenbilanz auch von Analystenseite. Am Mittwoch hob Deutsche Bank Research das Kursziel für die Aktie von 45 auf 47 Franken an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“. Analyst Benjamin Goy stellte dabei für das dritte Quartal einen Vorsteuergewinnanstieg von 23 Prozent im Jahresvergleich in Aussicht.

Klarheit über die tatsächliche Geschäftsentwicklung erhalten Anleger in wenigen Wochen. Am 28. Oktober 2026 legt die UBS Group die offiziellen Ergebnisse für das dritte Quartal vor. Neben der Ertragslage im Kerngeschäft richtet sich das Augenmerk am Markt vor allem auf die fortschreitende Integration des übernommenen Rivalen Credit Suisse.

Strategischer Fokus auf das US-Geschäft

Konzernchef Sergio Ermotti unterstrich am Dienstag in einem Interview mit dem Sender CNBC die strategische Ausrichtung der Bank. Der CEO betonte insbesondere die Bedeutung des US-Geschäfts und erklärte, dass die UBS weiterhin gezielt in ihre dortigen Kapazitäten investiere.

Parallel dazu treibt das Institut die Bereinigung früherer CS-Strukturen voran. Wie die Bank mitteilte, wurde vereinbart, die ehemaligen Fondsadministrationsgeschäfte der Credit Suisse in der Schweiz und Luxemburg an Northern Trust zu übertragen. Zudem soll die Kooperation auf weitere konzerneigene Anlagefonds ausgeweitet werden. Der Abschluss dieser Transaktion ist für das zweite Quartal 2027 geplant.

Gleichzeitig bleibt das regulatorische Umfeld ein bestimmender Faktor für die langfristige Kapitalplanung. In der Debatte um strengere Eigenmittelregeln vor rund zwei Wochen hatte der Schweizer Ständerat beschlossen, dass Auslandstöchter künftig zu 90 Prozent mit hartem Kernkapital unterlegt werden sollen.

Diese Vorlage bedarf noch der Beratung durch den Nationalrat. Trotz dieser offenen politischen Fragen notiert die Aktie mit einem Zuwachs von 5,3 Prozent weiterhin über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

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