Startseite » Earnings » Tesla Aktie: Bewertung trifft Realität
Symbolbild, KI-generiert

Tesla Aktie: Bewertung trifft Realität

Tesla übertraf im dritten Quartal die Absatzschätzungen, während niedrige Profitabilität und Zukunftsprojekte die Bewertung prägen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • 486.532 Fahrzeuge im dritten Quartal ausgeliefert
  • Absatz lag über Analystenschätzungen
  • Operative Marge sank auf 1,4 Prozent
  • Quartalszahlen folgen am 21. Oktober

Tesla liefert im dritten Quartal mehr Autos aus als erwartet, und trotzdem dreht sich die Debatte um etwas anderes. Der Börsenwert hängt an Robotaxi, Optimus und KI. Das Kerngeschäft rückt dabei in den Hintergrund.

Auslieferungen schlagen die Erwartungen

486.532 Fahrzeuge brachte Tesla im dritten Quartal zu den Kunden. Analysten hatten im Schnitt mit rund 464.000 gerechnet. Die Aktie sprang nach den Zahlen an. Im Jahresvergleich gingen die Auslieferungen allerdings um 2,1 Prozent zurück, die Basis war ein Rekordquartal 2025.

Rückenwind kommt aus China. Die dort gebauten Fahrzeuge legten im September um 5 Prozent zu, den elften Monat in Folge. Im Quartal summiert sich das Plus der Shanghai-Fabrik auf 13,7 Prozent. Auch in Europa erholen sich die Zulassungen weiter. Im Reich der Mitte lockt Tesla derweil mit Rabatten auf die Schlusszahlung, weil der Wettbewerb dort hart bleibt.

Hohe Erwartungen, dünne Margen

Marktbeobachter bremsen die Euphorie. Das Autogeschäft mache nur einen winzigen Teil der Marktkapitalisierung aus, argumentiert Adam Crisafulli von Vital Knowledge. Der Rest hänge an Projekten, die sich laut ihm bestenfalls in einem sehr frühen Stadium befänden. RBC-Analyst Tom Narayan hält an seinem Kursziel von 480 Dollar fest.

Die Profitabilität gibt der Skepsis Nahrung. Die operative Marge fiel im zweiten Quartal auf 1,4 Prozent, der Free Cashflow war negativ. Der Nettogewinn von 1,1 Milliarden Dollar stützte sich zu etwa zwei Dritteln auf einen unrealisierten Gewinn aus der SpaceX-Beteiligung.

Die Aktie kostet rund das 165-Fache des erwarteten Gewinns für 2027. Das durchschnittliche Analystenziel von etwa 403 Dollar liegt nur knapp sieben Prozent über dem Schlusskurs von 375 Dollar. 17 Kaufempfehlungen stehen elf Halten-Voten und zwei Verkaufsempfehlungen gegenüber.

Chartbild: Konsolidierung vor dem nächsten Anlauf

Charttechniker Martin Utschneider von RoboMarkets sieht den langfristigen Aufwärtstrend intakt. Kurzfristig fehle aber ein klares Kaufsignal. Zunächst rückt die Marke um 400 Dollar in den Blick, danach die jüngsten Hochs zwischen 450 und 500 Dollar. Vorher dürfte laut Utschneider eine Bodenbildung nötig sein.

Am 21. Oktober legt Tesla die Quartalszahlen vor. Dann zeigt sich, ob der Absatzüberraschung auch bessere Margen und ein stabilerer Cashflow folgen. Gelingt das, bekommt die Zukunftserzählung ein belastbareres Fundament. Bleibt die Marge niedrig, dürfte der Druck auf die Bewertung zunehmen.

Anzeige

Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 9. Oktober liefert die Antwort:

Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Oktober erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Tesla

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.