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Symbolbild, KI-generiert

Telefónica Aktie: JPMorgan senkt Kursziel auf 3,70 Euro

JPMorgan reduziert das Kursziel bei neutraler Einstufung; Mexikos Kartellbehörde genehmigt den Movistar-Verkauf, weitere Schritte bleiben offen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • JPMorgan senkt Ziel auf 3,70 Euro
  • Neutrale Einstufung bleibt bestehen
  • Mexiko genehmigt Movistar-Veräußerung für 450 Millionen US-Dollar
  • OnNet-Fibra-Verkaufsprozess hat begonnen

JPMorgan hat Medienberichten zufolge gestern sein Kursziel für Telefónica von 3,90 Euro auf 3,70 Euro gesenkt und die neutrale Empfehlung bestätigt. Die Aktie verzeichnete zugleich eine Tagesveränderung von -4,4% im Umfeld neuer Wettbewerbsbedenken durch einen SpaceX-Deal. Damit treffen vorsichtigere Bewertungserwartungen auf einen Konzernumbau, bei dem wichtige Schritte noch nicht abgeschlossen sind.

Niedrigeres Kursziel bei neutraler Empfehlung

Die Zielsenkung signalisiert eine zurückhaltendere Bewertung durch JPMorgan. Eine Änderung der Empfehlung ging damit nicht einher. Für Anleger ist diese Unterscheidung wesentlich: Das niedrigere Kursziel ist keine neue Verkaufsempfehlung, aber auch kein positives Signal für die Bewertung.

Reuters berichtete über Wettbewerbsbedenken im Telekomsektor infolge der Vereinbarung von SpaceX zum Erwerb des landesweiten Frequenzportfolios von Grain Management. Diese belasteten auch Telefónica. Der vereinbarte Erwerb steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigung. Die Belastung ist damit als Branchenumfeld einzuordnen, nicht als neue Unternehmensmeldung von Telefónica.

Verkäufe mit unterschiedlichen Verfahrensständen

Parallel arbeitet Telefónica an Beteiligungsverkäufen. Medienberichten zufolge haben Telefónica und KKR einen Verkaufsprozess für ihre gemeinsame chilenische Glasfasergesellschaft OnNet Fibra begonnen. KKR hält 60 Prozent, Telefónica 40 Prozent. Ein Verkauf könnte sich bis 2027 hinziehen.

JPMorgan und Scotiabank begleiten den Prozess als Berater. Für Anleger zählt dabei der Verfahrensstand: Ein begonnener Verkaufsprozess ist noch kein vereinbarter Abschluss. Auch der mögliche zeitliche Horizont bleibt eine Erwartung und kein festgelegter Vollzugstermin.

Weiter fortgeschritten ist die Veräußerung des mexikanischen Movistar-Geschäfts an Melisa Acquisition. Laut EFE genehmigte Mexikos nationale Kartellkommission den Verkauf am Dienstag. Der Kaufpreis beträgt US$450 Millionen. Die Parteien haben ab Benachrichtigung sechs Monate Zeit, die Transaktion abzuschließen.

Die Genehmigung beseitigt damit eine regulatorische Hürde. Sie bedeutet jedoch nicht, dass der Verkauf bereits vollzogen ist. Bei beiden Transaktionen bleibt für die Bewertung entscheidend, zwischen Verkaufsprozess, Genehmigung und tatsächlichem Abschluss zu unterscheiden.

Spanien prüft Ende der Universaldienst-Benennung

Auch im spanischen Geschäft steht eine regulatorische Änderung zur Diskussion. Das zuständige Ministerium eröffnete am Mittwoch eine öffentliche Konsultation zu einem Verordnungsentwurf. Dieser sieht vor, Telefónica de España ab dem 1. Januar 2027 nicht mehr für Breitband- und Sprachdienste an festen Standorten im Rahmen des Universaldienstes zu benennen.

Die Konsultation läuft bis zum 22. Oktober 2026. Es handelt sich um einen Vorschlag, nicht um eine bereits wirksame Aufhebung.

Für Anleger ergibt sich somit ein gemischtes Bild: Der Mexiko-Verkauf hat eine wichtige Genehmigung erhalten, während der chilenische Verkaufsprozess und die spanische Regulierungsänderung offenbleiben. Die neutrale Analystenempfehlung mit niedrigerem Kursziel passt zu dieser Zwischenphase. Fortschritte beim Umbau sind vorhanden, abgeschlossene Veränderungen lassen sich daraus noch nicht durchgehend ableiten.

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