Nach einer fünftägigen Verzögerung hat SpaceX am heutigen Samstag 21 Datentransport-Satelliten für die U.S. Space Development Agency ins All befördert. Die Mission unterstreicht die enge Verzahnung des Raumfahrtkonzerns mit staatlichen Stellen in den USA und reiht sich in eine dichte Abfolge operativer Meilensteine ein, die den Ausbau der weltraumgestützten Infrastruktur vorantreiben.
Analysten sehen Potenzial bei der Aktie
An den Finanzmärkten stoßen die Expansionsschritte des Konzerns auf anhaltendes Interesse. Das Analysehaus TD Cowen bekräftigte gestern seine Einstufung mit „Buy“ und nannte ein Kursziel von $200. Am Freitag schloss das Papier mit einem Plus von 1,4 Prozent bei 145,20 Euro. Mit diesem Niveau notiert der Wert rund 15 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 126,20 Euro.
Die jüngste Zuversicht an den Märkten speist sich auch aus den Ambitionen, klassische Telekommunikationsnetze herauszufordern. Reuters berichtete, dass die Papiere im vorbörslichen Handel zeitweise um 3,7 Prozent zulegten, da Investoren zunehmend einen direkten Angriff auf etablierte US-Mobilfunkanbieter einpreisen.
Netzausbau und Frequenzstrategie
Die technologische Basis für diese Angebote wächst kontinuierlich. Zuvor sicherte sich SpaceX den Erwerb des landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management, das bis zu 14 MHz an gepaartem Spektrum für Starlink Mobile umfasst.
Das Geschäft steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch die US-Telekomaufsicht Federal Communications Commission (FCC) sowie üblicher Vollzugsbedingungen. Finanzielle Details nannten die Parteien nicht, womit kolportierte Beträge von rund $8 Milliarden unbestätigt bleiben.
Flankiert wird dieser Frequenzerwerb durch behördliche Weichenstellungen. Die FCC erteilte die Genehmigung für den Betrieb eines Systems aus 15.000 Nicht-Geostationären-Satelliten für Direktverbindungen zu Endgeräten und mobile Satellitendienste. Die Behörde knüpfte die Erlaubnis an Auflagen: Bis zum 7. Oktober 2032 muss die Hälfte der genehmigten Satelliten im All in Betrieb sein.
Hoher Kapitalbedarf für Ausbaupläne
Das Tempo der weltraumgestützten Expansion erfordert erhebliche Mittel. Reuters berichtete über Pläne von SpaceX, eine Finanzierung über 40 Milliarden $ für den Kauf von Nvidia-Chips anzustreben, die von Apollo Global Management angeführt werden soll. Ob diese Gespräche tatsächlich zu einem Abschluss führen, ist offen.
Mit dem erfolgreichen Raketenstart für das US-Verteidigungsprogramm festigt SpaceX seine Rolle als verlässlicher Trägerdienstleister für Regierungsprojekte. Für Anleger bleibt entscheidend, wie effizient das Unternehmen die behördlichen Auflagen der FCC im Satellitenbetrieb umsetzt und welche operativen Fortschritte bei der Mobilfunk-Erweiterung über die kommenden Monate erzielt werden.
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