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Symbolbild, KI-generiert

SpaceX Aktie: Apollo verhandelt Milliarden-Kredit für Chips

SpaceX verhandelt über 40 Milliarden Dollar für Nvidia-Chips; die Gespräche sind noch nicht abgeschlossen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert 2,4 Prozent
  • 30 Milliarden Dollar Anleihen im Gespräch
  • Zusätzlich zehn Milliarden Dollar Bankkredite
  • Goldman Sachs hebt Kursziel auf 230 Dollar

Der weltweite Rausch um künstliche Intelligenz frisst unersättlich Kapital – und erreicht nun mit voller Wucht die Raumfahrt. Berichte über ein geplantes Finanzierungspaket im Umfang von 40 Milliarden $ für den Kauf von Nvidia-Prozessoren haben die Papiere von SpaceX heute um 2,4 Prozent ins Minus gedrückt. Der Kurs fiel am heutigen Mittwoch auf 148,94 €.

An den Finanzmärkten schrillten damit umgehend die Alarmglocken. Der Schritt verdeutlicht, dass selbst ein dominanter Akteur im Erdorbit die Gesetze des irdischen Halbleiterhungers nicht aushebeln kann. Wer im Rennen um fortschrittliche Rechenmodelle mithalten will, muss tief in die Tasche greifen. Dafür nimmt das Management offenbar eine spürbar höhere Verschuldung in Kauf.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, verhandelt das Unternehmen über eine gewaltige Fremdkapitalaufnahme. Das Vorhaben umfasst demnach rund 30 Milliarden $ an Anleihen mit Investment-Grade-Rating sowie 10 Milliarden $ an Bankkrediten. Angeführt werden die Gespräche laut Medienberichten vom Vermögensverwalter Apollo Global Management. Es handelt sich bislang um Vorgespräche, nicht um eine besiegelte Vereinbarung.

Kann ein Raumfahrtkonzern den KI-Infrastrukturwettlauf stemmen, ohne seine finanzielle Stabilität zu gefährden? Genau an dieser Schnittstelle entzündet sich die Skepsis der Investoren.

Während das operative Raketengeschäft verlässliche Einnahmen generiert, erfordert der Zukauf moderner Hochleistungschips enorme Vorabinvestitionen. Die Verknüpfung von Satellitennetzen mit maschinellem Lernen verspricht zwar technologische Synergien, zwingt das Unternehmen jedoch zu massiver Schuldenaufnahme.

Ambitionen im Orbit und Gegenwind am Boden

Die strategische Neuausrichtung zeichnete sich bereits in den vergangenen Tagen ab. Am Sonntag kündigte CEO Elon Musk an, die firmeneigene KI-Sparte künftig unter dem Namen SpaceXSI zu führen. Ein verbindlicher Zeitplan steht laut Reuters allerdings noch aus, und auch das Profil der Einheit auf der Plattform X blieb unverändert.

Gleichzeitig wächst der regulatorische Gegenwind an anderer Front. Gemeinsam mit weiteren Branchenvertretern drängt das Unternehmen bei der US-Fernmeldebehörde FCC auf ein vereinfachtes Selbstkoordinierungsverfahren für Start-Funkfrequenzen. Traditionelle Luft- und Raumfahrtkonzerne wie Boeing, Lockheed Martin und RTX stellen sich jedoch quer und warnen vor Signalstörungen.

Trotz der Debatten um Zinsen und Frequenzen demonstriert das Kerngeschäft im Weltraum unverminderte Verlässlichkeit. Anfang Oktober brachte eine Falcon-9-Rakete im Rahmen der Mission Transporter-18 mehr als hundert Nutzlasten ins All, darunter einen Prototypsatelliten für Googles Projekt Suncatcher. Zudem dockte die NASA-Mission Crew-13 nach zügigem Flug an der Raumstation an. Bereits für den 13. Oktober plant die US-Weltraumbehörde den nächsten regulären Versorgungsflug.

Analysten wägen Chancen und Risiken ab

An den Handelsplätzen sorgt die Gemengelage für spürbare Differenzierung. Während Skeptiker die steigende Zinslast monieren, setzen Befürworter auf den Ausbau der Marktstellung bei datengetriebenen Weltraumanwendungen.

Die Experten der Investmentbank Goldman Sachs hoben am Montag ihr Kursziel auf 230 $ an und bekräftigten ihre Kaufempfehlung, gestützt auf aktualisierte Schätzungen für die Bereiche Raumfahrt und künstliche Intelligenz. Zurückhaltender fällt das Urteil bei Susquehanna aus: Analyst Charles Minervino bestätigte am heutigen Mittwoch seine neutrale Einstufung, passte das Kursziel jedoch auf 173 $ nach oben an.

Der heutige Handelstag markiert damit eine Zäsur. SpaceX wird an den Märkten nicht mehr bloß als Transporteur für den Orbit betrachtet, sondern voll in den Strudel des weltweiten Halbleiterhungers hineingezogen. Das eröffnet neue Perspektiven, bindet das Unternehmen aber zugleich an die Gesetze eines extrem kapitalintensiven Technologiebereichs.

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