Der britische Medizintechnikkonzern Smith & Nephew treibt die Bereinigung seiner Verbindlichkeiten voran. Das Unternehmen legte gestern die konkreten Konditionen für die vorzeitige Rückzahlung einer Dollar-Anleihe im Volumen von 350 Millionen US-Dollar fest. Die mit 5,150 Prozent verzinste Schuldverschreibung sollte ursprünglich 2027 fällig werden. Die vollständige Tilgung ist für den kommenden Montag angesetzt.
Details zur vorzeitigen Anleihetilgung
Die Rückzahlung erfolgt zu einem festgelegten Aufschlag. Je 1.000 US-Dollar Nennbetrag zahlt der Konzern den Anlegern 1.002,45 US-Dollar zurück. Dies entspricht einem Rückkaufkurs von 100,245 Prozent des Nennwerts.
Zusätzlich erhalten die Gläubiger aufgelaufene Zinsen in Höhe von 2,15 US-Dollar je Teilschuldverschreibung. Damit summiert sich der finale Auszahlungsbetrag am Rückzahlungstag auf 1.004,60 US-Dollar je Einheit. Mit diesem Schritt erlischt die Verzinsung ab Montag vollständig, und die Papiere gelten fortan als abgewickelt.
Die Transaktion fügt sich in ein aktives Schuldenmanagement ein. Zuvor hatte Smith & Nephew bereits ein Rückkaufangebot für 2030 fällige Anleihen im Umfang von bis zu 250 Millionen US-Dollar unterbreitet. Finanziert wurde dieser Schritt maßgeblich aus dem Erlös einer länger laufenden Neuemission über 700 Millionen US-Dollar.
Operative Lage und Kapitalstruktur
Im operativen Geschäft stützt sich Smith & Nephew auf Produkte für Orthopädie, Sportmedizin und Wundversorgung. Zwar erhielt das Unternehmen in den USA die Freigabe für ein neues Kniesystem, doch am Markt überwiegt nach einem schwächeren Quartal weiterhin Vorsicht bezüglich des Wachstums. Künftige Impulse hängen vor allem von einer Erholung der chirurgischen Eingriffszahlen sowie von Fortschritten bei der Kostenkontrolle ab.
Parallel dazu informierte das Unternehmen über den aktuellen Stand des Grundkapitals. Nach Abzug der im Eigenbestand gehaltenen Papiere verfügt der Konzern über 837.432.536 stimmberechtigte Stammaktien. Zudem markiert der heutige Freitag den Ex-Dividendentag für die anstehende Ausschüttung von 0,3120 US-Dollar je Aktie.
Unter den Analysten dominiert eine zurückhaltende Haltung: Die breite Mehrheit stuft den Titel mit Halten ein, während das durchschnittliche Kursziel für die US-Notierung bei 31,91 US-Dollar liegt.
Aktie verharrt nahe dem Jahrestief
Die Neuordnung der Verbindlichkeiten brachte der Aktie bislang keine spürbare Entlastung. Das Papier gab gestern um 1,7 Prozent nach und ging bei 11,70 Euro aus dem Handel. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief beträgt damit lediglich 1,7 Prozent.
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