Nach einer schweren Handelswoche mehren sich an den Finanzmärkten die Stimmen, die den jüngsten Ausverkauf beim südkoreanischen Speicherchiphersteller für grundlos überzogen halten. Die Aktie von SK Hynix beendete den Handel am Freitag bei 1.272.000,00 KRW.
Binnen sieben Tagen büßte der Titel damit 24 Prozent an Wert ein. Führende Investmenthäuser wie die Bank of America und Goldman Sachs stellen sich nun gegen den pessimistischen Trend und verweisen auf fundamentale Stärken sowie eine historisch günstige Bewertung.
Historisch niedrige Bewertung trotz intaktem Zyklus
Die Bank of America stuft den jüngsten Kursrutsch als übertrieben ein. Auf Basis der Gewinnschätzungen für die Jahre 2027 und 2028 liege das Kurs-Gewinn-Verhältnis der Aktie bei lediglich 2 bis 3. In früheren Aufschwungphasen des Speichersektors wurden üblicherweise Werte zwischen 4 und 7 erreicht.
Die Analysten rechnen bis 2028 mit robusten Preisen, Umsätzen sowie Margen. Zudem könnte der Konzern bei der Vorlage seines Quartalsausblicks am 28. Oktober die Ankündigung einer Sonderdividende nutzen.
Auch Goldman Sachs hält die Sorgen der Anleger für nicht gerechtfertigt. Das US-Institut sieht bei SK Hynix ein attraktives Chance-Risiko-Profil. Die Befürchtung, dass der chinesische Chiphersteller CXMT bei fortgeschrittenen Speicherchips rasch aufschließen könnte, werde am Markt deutlich zu hoch bewertet.
Die jüngsten Kursverluste spiegeln damit vor allem eine veränderte Risikowahrnehmung wider, nicht aber eine abrupte Verschlechterung der operativen Ertragskraft. Marktbeobachter sehen in der ausgeprägten Skepsis eine typische Überreaktion auf zyklische Branchennachrichten.
Belastungsfaktoren und strategische Projekte
Ausgelöst wurde die jüngste Verkaufswelle unter anderem durch Entwicklungsberichte von CXMT vor gut einer Woche sowie durch allgemeine Vorsicht bezüglich künftiger Ausgaben für Künstliche Intelligenz. Durch den Rücksetzer vergrößerte sich der Abstand zum 52-Wochen-Hoch auf minus 57 Prozent. Ausländische Investoren traten an der Börse in Seoul zuletzt in großem Stil als Nettoverkäufer auf.
Parallel dazu treibt das Unternehmen strategische Weichenstellungen im Ausland voran. Medienberichten zufolge erwägt die US-Tochter Solidigm frühestens im kommenden Jahr einen Börsengang in den Vereinigten Staaten, um zusätzliche Finanzmittel zu erschließen.
Zugleich verhandelt das Unternehmen mit den dortigen Behörden über Genehmigungen für Fertigungsanlagen im chinesischen Werk Dalian. SK Hynix betont dabei, dass geplante Installationen die bestehende Produktionskapazität vor Ort nicht ausweiten. Klarheit über die kurzfristige Geschäftsentwicklung erwarten Investoren nun vor allem von den Quartalszahlen am 28. Oktober.
Stand heute, 17. Oktober: SK Hynix – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in SK Hynix investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 17. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.
