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Symbolbild, KI-generiert

SK Hynix Aktie: 3,87-Milliarden-Projekt trotz Klagen

SK Hynix treibt den Bau seines KI-Speicherwerks in Indiana voran, während Anwohner versuchen, das Projekt per Klage zu stoppen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Infrastrukturmaßnahmen für Chip-Campus genehmigt
  • Anwohner klagen gegen Umwidmung des Geländes
  • Gericht prüft Zulässigkeit der Klagen
  • Produktion von HBM-Speicher ab 2028 geplant

Drei Wochen vor einer möglicherweise wegweisenden Gerichtsanhörung baut SK Hynix in Indiana weiter. Lokale Behörden beschleunigen die Infrastruktur, Fundamente werden gesetzt — und Kläger versuchen, das 3,87-Milliarden-Dollar-Projekt zu stoppen.

Infrastruktur läuft auf Hochtouren

Die Behörden von Tippecanoe County und West Lafayette haben eine Reihe von Straßenbauprojekten genehmigt. Sie sollen den geplanten 133 Hektar großen Campus erschließen. Konkret: neue Ampeln an drei Kreuzungen, zwei Kreisverkehre und ein Brückenbau in der Nähe des Geländes.

Den Startschuss gab die Stadt im Januar 2026. Damals erteilte sie drei Baugenehmigungen im Wert von 98 Millionen Dollar. Seitdem laufen Fundamentarbeiten und Standortvorbereitung. Im April begann SK Hynix mit dem Einrammen der Gründungspfähle.

Kläger wollen den Bau stoppen

Drei Anwohner aus West Lafayette haben Klage eingereicht. Sie fechten die Entscheidung des Stadtrats vom Mai 2025 an, das Gelände als schweres Industriegebiet umzuwidmen. Ihre Argumente: Umweltbelastungen, hoher Wasserverbrauch und sinkende Grundstückswerte.

Die Anwälte von SK Hynix, dem Stadtrat und der Purdue Research Foundation — Eigentümerin des Grundstücks — haben ein Summarverfahren beantragt. Sie argumentieren, den Klägern fehle die Klagebefugnis, weil konkrete Schadensnachweise fehlen. Richter Sean Persin soll noch vor der nächsten Anhörung am 28. Mai 2026 entscheiden, ob die Klagen überhaupt zugelassen werden.

Ziel: KI-Speicher der nächsten Generation

Das Werk in West Lafayette soll ab der zweiten Hälfte 2028 in Volllast produzieren. Im Fokus stehen HBM4E und HBM5 — Hochbandbreiten-Speicherchips, die SK Hynix an große US-Technologiekonzerne liefern will. Der oberirdische Hochbau soll noch in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen.

Das Timing ist kein Zufall. Der Markt für KI-Beschleuniger wächst rasant, und Hersteller wie Nvidia brauchen immer leistungsfähigere Speicherlösungen. SK Hynix will sich mit diesem Werk als bevorzugter Lieferant in den USA positionieren — sofern Richter Persin den Klägern keinen Riegel vorschiebt.

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