Die US-Tochtergesellschaft MAK Technologies des Technologiekonzerns ST Engineering hat einen wichtigen Meilenstein bei der militärischen Ausbildungssimulation erreicht. Das Unternehmen schloss die erste Phase des Trainingsprogramms für die Besatzungen von Amphibien-Kampffahrzeugen des U.S. Marine Corps erfolgreich ab.
Wie der Konzern gestern bekannt gab, erhielt die Tochtergesellschaft daraufhin den Zuschlag für die zweite Phase des Vorhabens zur Schießausbildung (Amphibious Combat Vehicle Crew Gunnery Trainer program).
Am Aktienmarkt sorgten die Neuigkeiten für eine spürbare Belebung der Nachfrage. Das Papier von ST Engineering legte heute um 2,9 Prozent zu und kletterte auf einen Kurs von 7,68 Euro.
Drei neue Abkommen mit Collins Aerospace
Parallel zum Geschäft mit Simulationssystemen meldete das Unternehmen auch in der zivilen Luftfahrt bedeutende Abschlüsse. Am 23. September unterzeichnete ST Engineering drei mehrjährige Vereinbarungen mit Collins Aerospace, einer Geschäftseinheit des US-Konzerns RTX.
Die geschlossenen Verträge decken neuartige Reparaturdienstleistungen für Komponenten der Boeing 787 ab. Zudem umfassen die Vereinbarungen eine erweiterte Bereitstellung von Ersatzteilen sowie umfassende Reparatur- und Instandhaltungsleistungen über den gesamten Lebenszyklus der Flugzeugbauteile hinweg.
Am selben Tag baute der Konzern zudem seine Präsenz auf dem asiatischen Luftfahrtmarkt weiter aus. Die Sparte Commercial Aerospace sicherte sich eine exklusive Vereinbarung mit der chinesischen Fluggesellschaft Hebei Airlines.
Der Vertrag besitzt eine Laufzeit von zwei Jahren und startete im September 2026. Gegenstand der Vereinbarung sind reguläre Werkstattaufenthalte zur Leistungsüberholung von Triebwerken des Typs CFM56-7B. Durch den exklusiven Kontrakt übernimmt ST Engineering die Instandhaltungsarbeiten für diesen Triebwerkstyp der Fluggesellschaft.
Satellitentechnik und Führungsebene
Ergänzend zu den Aktivitäten in der Luftfahrt- und Verteidigungsbranche treibt das Unternehmen auch seine Netzwerk- und Kommunikationssparte voran. Am 14. September gab ST Engineering iDirect die Kooperation mit dem IT-Dienstleister Datacom bekannt.
Das Unternehmen stattet Datacom mit seinem Bodensystem Intuition aus. Das System dient dazu, Cloud-native Satellitendienste für Kunden im gesamten asiatisch-pazifischen Raum bereitzustellen und zu betreiben.
Auf Führungsebene gab es zudem eine Veränderung bei den Anteilsverhältnissen. In einer Pflichtmitteilung meldete ST Engineering eine Anpassung der Beteiligung von Director sowie Group President und CEO Vincent Chong.
Die operative Auftragslage der vergangenen Wochen stützt den übergeordneten Aufwärtstrend des Titels. Mit der aktuellen Notierung liegt der Kurs der Aktie 2,0 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
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