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Symbolbild, KI-generiert

Siemens Healthineers Aktie: A3-Rating von Moody’s bestätigt

Siemens Healthineers steht vor richtungsweisenden Wochen: Quartalszahlen, Verkaufsgespräche für die Diagnostiksparte und die Vorbereitung auf die Eigenständigkeit prägen die Aktie.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie auf neuem 52-Wochen-Tief
  • Diagnostikverkauf für sechs Milliarden geplant
  • Eigenständiges Moody's-Rating erhalten
  • Quartalszahlen am 7. Mai erwartet

Die Aktie von Siemens Healthineers notiert auf einem neuen 52-Wochen-Tief — und das ausgerechnet in einer Woche, die mehrere richtungsweisende Entscheidungen bündelt. Am 7. Mai kommen die Quartalszahlen, im Hintergrund laufen Verkaufsgespräche über die schwächelnde Diagnostiksparte.

Kurs unter Druck, Guidance hält

Mit einem Schlusskurs von 34,00 Euro markierte das Papier am Mittwoch ein neues Jahrestief. Seit Jahresanfang hat die Aktie knapp 23,5 Prozent verloren — der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von rund 50 Euro liegt bei fast 32 Prozent. Ein RSI von 28,6 signalisiert technisch überverkaufte Territory, ohne dass das allein eine Trendwende ankündigt.

Das Management bestätigt seine Jahresziele: vergleichbares Umsatzwachstum von 5 bis 6 Prozent und ein bereinigtes Ergebnis je Aktie zwischen 2,20 und 2,40 Euro. Für das zweite Quartal selbst rechnet das Unternehmen allerdings mit Wachstum unterhalb dieser Bandbreite — die anhaltende Schwäche im chinesischen Diagnostikgeschäft belastet.

Diagnostiksparte als Verkaufskandidat

Das Diagnostiksegment steht gleich aus zwei Gründen im Mittelpunkt. Zum einen schrumpften die Erlöse dort im ersten Quartal um rund 3 Prozent. Zum anderen verdichten sich Medienberichte, wonach das Management einen Verkauf an Private-Equity-Investoren prüft — für rund 6 Milliarden Euro. Ein solcher Deal würde ein schwächeres Asset abstoßen und gleichzeitig helfen, die Schuldenlast von rund 14 Milliarden Euro zu senken.

Die renditestärkeren Segmente Bildgebung und die Krebstherapie-Tochter Varian wären von einem Verkauf nicht betroffen.

Unabhängigkeit nimmt Form an

Parallel dazu bereitet sich Siemens Healthineers strukturell auf die Eigenständigkeit vor. Moody’s vergab erstmals ein eigenständiges Langfristrating: A3 mit stabilem Ausblick. Das ermöglicht künftig eigene Anleiheemissionen, unabhängig von der konzerninternen Finanzierung durch die Siemens AG — die selbst mit Aa3 drei Stufen besser bewertet ist.

Die Siemens AG plant, auf ihrer ordentlichen Hauptversammlung im Februar 2027 über die Abspaltung von 30 Prozent der Healthineers-Anteile abstimmen zu lassen. Der Prozess läuft nach dem deutschen Umwandlungsgesetz, die regulatorische Klärung steht noch aus.

Am 7. Mai um 7:00 Uhr CEST werden die Q2-Zahlen zeigen, wie tief der China-Effekt tatsächlich wirkt — und ob die bestätigte Jahresguidance trägt.

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