Der weltweit steigende Energiebedarf treibt die Geschäfte von Siemens Energy voran. Am 21. September sicherte sich ein Konsortium aus Aecon und Siemens Energy Canada einen bedeutenden Großauftrag in Nordamerika. Die Partner übernehmen die Modernisierung des kanadischen Kernkraftwerks Pickering.
Das Modernisierungsprojekt unterstreicht die wachsende Bedeutung verlässlicher Großkraftwerke bei der Umgestaltung der Energieversorgung. Neben dem klassischen Kraftwerksgeschäft sorgt vor allem der weltweite Ausbau digitaler Netze für eine anhaltend hohe Nachfrage nach Erzeugungstechnik.
Rückenwind durch Rechenzentren und Netzausbau
Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Einschätzungen führender Analysehäuser wider. Analyst Phil Buller von JPMorgan verwies gestern auf die robuste Nachfrage durch Halbleiterfabriken, Rechenzentren sowie KI-Infrastruktur.
Die US-Bank bestätigte daraufhin ihre Einstufung mit „Overweight“. Medienberichten zufolge lag das mittlere Kursziel im Analystenkonsens am 22. September bei 207 Euro. Evercore ISI traut dem Titel mit einem Kursziel von 250 Euro den Spitzenwert im Feld zu.
Treiber dieser Zuversicht sind die operativen Fortschritte auf breiter Front. Der Ausbau der Netze erfordert hohe Investitionen, während gleichzeitig Industrieunternehmen weltweit ihre Energieversorgung erneuern.
Konzernumbau und neue Markenstruktur
Parallel dazu treibt das Management die Schärfung des eigenen Portfolios voran. Vor rund einem Monat billigte der Aufsichtsrat die Vorbereitung zur Verselbstständigung des Bereichs Transformation of Industry, seither verzeichnete die Aktie ein Minus von 7,1 Prozent.
Die Optionen für diesen Schritt reichen von externen Investoren bis zu einer Kapitalmarkttransaktion. Siemens Energy beabsichtigt dabei, eine bedeutende Minderheitsbeteiligung an dem Geschäft zu behalten.
Flankiert wird die Neuaufstellung durch einen umfassenden Markenwechsel. Am 14. Juli kündigte der Konzern an, Siemens Energy und Siemens Gamesa schrittweise unter dem neuen Namen Omterra zu vereinen. Dieser Prozess soll noch in diesem Jahr starten. An die ehemalige Muttergesellschaft Siemens AG fallen vertraglich vereinbarte Lizenzgebühren von rund 1,2 Prozent des Umsatzes an, was im Geschäftsjahr 2024/25 etwa 300 Millionen Euro entsprach.
Operative Erholung stützt die Ertragskraft
Operativ zeigte die Formkurve zuletzt spürbar nach oben. Bei den Zahlen zum dritten Quartal am 5. August meldete Siemens Energy Rekordwerte bei Umsatz und Rentabilität sowie Rekordaufträge im Volumen von 17,9 Milliarden Euro. Dabei erzielte Siemens Gamesa erstmals seit dem Geschäftsjahr 2022 wieder ein positives Ergebnis.
Damit zahlt sich die schrittweise Sanierung des Windenergiegeschäfts aus. Zusammen mit dem starken Auftragseingang im Kraftwerksbereich festigt die Wende die Ertragskraft des Konzerns.
An der Börse spiegelt sich diese Gemengelage in einer Konsolidierung wider. Im Handel notiert die Aktie bei 141,14 Euro, womit seit Jahresanfang ein Zuwachs von 17 Prozent zu Buche steht. Gegenüber dem 52-Wochen-Hoch von 195,38 Euro hat das Papier jedoch spürbar nachgegeben.
Siemens Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Siemens Energy-Analyse vom 29. September liefert die Antwort:
Die neusten Siemens Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Siemens Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Siemens Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
