Goldman Sachs traut dem Softwarekonzern an den Finanzmärkten weiteren Spielraum nach oben zu. Am heutigen Dienstag hob die US-Investmentbank das Kursziel für die SAP-Aktie von 215 auf 230 Euro an und bestätigte die Einstufung mit „Buy“. Im Handel legt das Papier um 0,9 Prozent auf 187,14 Euro zu.
Eine konkrete Begründung für die Anpassung des Kursziels nannten die Analysten nicht. Die Erhöhung fügt sich jedoch in ein freundlicheres Marktumfeld ein, das Technologie- und Softwaretiteln zuletzt wieder Auftrieb verleiht.
Branchenimpulse stützen das Sentiment
Medienberichten zufolge profitiert der Softwaresektor aktuell von Übernahmephantasie und positiven Impulsen aus Übersee. Vor allem die angekündigte Großübernahme von PTC durch den französischen Konzern Schneider Electric für 22,6 Mrd. US-Dollar sorgte für Bewegung unter den Branchenwerten. Feste Vorgaben der US-Technologiewerte trugen ebenfalls zur Stabilisierung der Kurse bei.
Anleger greifen nach den jüngsten Schwächephasen wieder selektiv bei europäischen Softwareanbietern zu. Das veränderte Branchenumfeld bietet dem Walldorfer Konzern eine verlässliche Stütze.
Zukauf von TechWolf verstärkt Personalsoftware
Auf operativer Ebene treibt das Management den Ausbau künstlicher Intelligenz in den eigenen Kernanwendungen voran. SAP vereinbarte die Übernahme des belgischen KI-Unternehmens TechWolf. Zum Kaufpreis machten die beteiligten Parteien keine Angaben. Der Vollzug der Transaktion wird für das vierte Quartal 2026 erwartet und steht unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen.
Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters soll die Technologie von TechWolf direkt in die konzerneigene Software für Personalplanung integriert werden. Die Systeme zielen darauf ab, Prozesse bei Neueinstellungen, betrieblichen Umschulungen und organisatorischen Veränderungen zu automatisieren und zu optimieren. Das Handelsblatt berichtete, dass der Abschluss voraussichtlich noch vor Jahresende erfolgen soll.
Rückkaufprogramm läuft kontinuierlich weiter
Parallel zu den Zukäufen stützt der Konzern das Angebot am Kapitalmarkt über den Erwerb eigener Anteilsscheine. Im Rahmen des laufenden Aktienrückkaufprogramms erwarb SAP zwischen dem 28. September und dem 2. Oktober über die Handelsplattform Xetra weitere 50.000 Papiere.
Der gewichtete Durchschnittspreis dieser Transaktionen lag bei 185,02 Euro je Aktie, was einem wöchentlichen Transaktionsvolumen von gut 9,25 Millionen Euro entspricht. Bis einschließlich zum 2. Oktober belief sich die Gesamtzahl der im Rahmen des aktuellen Programms zurückerworbenen Anteilsscheine auf knapp 8,95 Millionen Stück.
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