Der Softwarekonzern SAP treibt den Rückerwerb eigener Papiere konsequent voran. Das Walldorfer Unternehmen meldete heute Details zur zehnten Zwischenetappe seines laufenden Programms. Anleger blicken zugleich auf die Bewertung des DAX-Schwergewichts, das sich in den vergangenen Wochen spürbar stabilisieren konnte.
Kontinuierlicher Rückerwerb über die Börse
In der vergangenen Handelswoche erwarb der Konzern auf Xetra insgesamt 50.000 eigene Aktien. Das tägliche Pensum belief sich arbeitstäglich auf exakt 10.000 Stück. Für dieses Wochenpaket wandte das Unternehmen ein aggregiertes Volumen von rund 9,25 Millionen Euro ohne Nebenkosten auf.
Seit dem Start des Rückkaufprogramms 2026 summieren sich die Rückkäufe damit auf knapp 8,95 Millionen Anteilsscheine. Das Management beabsichtigt, bis Ende 2027 bis zu zehn Milliarden Euro für Rückkäufe bereitzustellen. Eine zweite Tranche umfasst dabei seit Ende Juli ein Volumen von bis zu 2,6 Milliarden Euro.
Die Maßnahme dient der kontinuierlichen Optimierung der Kapitalstruktur. Für Anleger bedeuten die regelmäßigen Käufe verlässliche Nachfrage am Markt.
Analysten sehen Potenzial im Softwaresektor
An der Börse notiert das Papier aktuell bei 185,02 Euro. Damit bringt Europas größter Softwarehersteller eine Marktkapitalisierung von 212,28 Milliarden Euro auf die Waage. Zum 52-Wochen-Hoch von 242,00 Euro besteht gegenwärtig ein rechnerischer Abstand von 24 Prozent.
Branchenexperten blicken überwiegend optimistisch auf die operative Entwicklung. Das Analysehaus Jefferies bekräftigte seine Einstufung mit „Buy“ und sieht das Kursziel bei 220 Euro. Die Privatbank Berenberg stuft den Titel ebenfalls mit „Buy“ ein und veranschlagt ein Ziel von 205 Euro. Andere Institute wie JPMorgan und UBS bleiben hingegen zurückhaltender und votieren auf Halten.
Cloud-Geschäft und KI im strategischen Fokus
Im operativen Geschäft richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Umstellung bestehender Kundenverträge. Im zweiten Quartal stieg der Current Cloud Backlog währungsbereinigt um 26 Prozent auf 22,9 Milliarden Euro. Der Cloud-Umsatz legte währungsbereinigt zeitgleich um 24 Prozent zu.
Strategisch setzt SAP verstärkt auf künstliche Intelligenz. Bis zum Jahresende plant das Management den Rollout von mehr als 50 Joule-Assistenten. Langfristig peilt der Konzern über 200 KI-Agenten an.
Klarheit über den aktuellen Geschäftsverlauf und die Margenentwicklung bringt der 21. Oktober. An diesem Tag stellt das Unternehmen seinen vollständigen Bericht zum dritten Quartal vor.
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