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Symbolbild, KI-generiert

Rheinmetall Aktie: Serienproduktion von SAR-Satelliten startet

Morgan Stanley sieht mögliche Zusatzaufträge zum Jahresende; Rheinmetall erweitert die Satellitenproduktion und verhandelt über ein Werk.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rheinmetall-Aktie gewinnt 2,8 Prozent
  • Morgan Stanley hält Sektorrally für möglich
  • Übernahme des Kasseler Werks noch verhandelt
  • Serienfertigung von SAR-Satelliten in Neuss gestartet

Im Sog eines positiven Branchenkommentars von Morgan Stanley zu europäischen Rüstungswerten hat die Rheinmetall-Aktie am heutigen Montag um 2,8 Prozent auf 961,00 Euro zugelegt. Die Bank erwartet zum Jahresende zusätzliche Aufträge aus laufenden Verteidigungshaushalten und hält eine saisonale Sektorrally für möglich.

Für die europäischen Rüstungskonzerne kommt dieser optimistische Ausblick zu einem wichtigen Zeitpunkt. An den Finanzmärkten richten sich die Blicke auf die Zyklen der staatlichen Verteidigungsbudgets. Gegen Ende eines Haushaltsjahres werden bei den Streitkräften traditionell noch offene Mittel gebunden. Diese Erwartung sorgte zu Wochenbeginn für spürbaren Rückenwind im gesamten Sektor.

Uneinigkeit bei den Analysten vor den Quartalszahlen

Unter den Marktbeobachtern gibt es dennoch unterschiedliche Signale für den weiteren Kursverlauf. RBC Capital Markets beließ die Einstufung für Rheinmetall am Freitag auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 1.600 Euro. Analyst Mark Fielding rechnet damit, dass das abgelaufene Quartal von einem starken Auftragseingang geprägt gewesen sein dürfte.

Im Fokus der Anleger steht dabei die Frage nach der Tragfähigkeit des aktuellen Rüstungsbooms. Kurzfristige Bestellungen bieten zwar Visibilität, doch am Markt mehren sich Diskussionen über die langfristigen Erträge.

Vor diesem Hintergrund senkte ein anderes Analysehaus am Freitag die Einstufung von „Buy“ auf „Hold“ und reduzierte das Kursziel auf 1.020 Euro. Die Experten begründeten den Schritt mit Unsicherheiten bei den mittelfristigen Wachstumsperspektiven. Zudem betonten sie den Bedarf an weiteren Aufträgen für ein Wachstum über das Jahr 2030 hinaus.

Industrielle Expansion in Kassel und Neuss

Parallel zu den Kursbewegungen baut Rheinmetall seine industriellen Kapazitäten aus. Medienberichten zufolge vereinbarte das Unternehmen am 6. Oktober grundsätzlich mit dem Konzern Alstom die Übernahme des Lokomotivwerks in Kassel. Die genauen Details der Transaktion werden gegenwärtig noch verhandelt.

Einen weiteren operativen Schwerpunkt bildet das Raumfahrt- und Aufklärungsgeschäft. Am Standort Neuss startete bei Rheinmetall ICEYE Space Solutions die Serienproduktion von SAR-Satelliten. Nach Unternehmensangaben sollen dort jährlich mehrere Dutzend Satelliten gebaut und für den Flug in den Erdorbit qualifiziert werden.

Zwischenbericht als nächster Termin

Konkrete Einblicke in die operative Entwicklung erwarten die Marktteilnehmer Anfang November. Nach Unternehmensangaben veröffentlicht Rheinmetall am 5. November die Kennzahlen für das dritte Quartal 2026. Dieser Zwischenbericht wird zeigen, ob sich die erhoffte Dynamik bei den Bestellungen auch in den Geschäftszahlen widerspiegelt.

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