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Symbolbild, KI-generiert

Rekordimporte treiben US-Handelsdefizit auf 105,6 Milliarden Dollar

Importe erreichen 420,8 Milliarden Dollar, während Goldman Sachs die Wachstumsprognose für den Sommer auf 3,1 Prozent senkt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Einfuhren steigen um 4,3 Prozent
  • Ausfuhren legen lediglich 1,4 Prozent zu
  • Goldman Sachs reduziert Sommerprognose auf 3,1 Prozent
  • Außenbeitrag könnte Quartalswachstum um 2,5 Prozentpunkte mindern

Die Zölle der US-Regierung verfehlen ihr Kernziel. Im August wuchs das US-Handelsbilanzdefizit um 13,7 Prozent auf 105,6 Milliarden Dollar an. Getrieben von einer robusten Binnennachfrage kletterten die Importe auf einen historischen Höchststand, während die Ausfuhren der US-Wirtschaft kaum Schritt hielten.

Konsum und KI-Investitionen treiben die Einfuhren

Amerikanische Verbraucher und Betriebe fragen unvermindert Waren aus dem Ausland nach. Die gesamten Importe legten im August um 4,3 Prozent auf den Rekordwert von 420,8 Milliarden Dollar zu. Besonders die Einfuhr von Investitionsgütern wie Halbleitern zog kräftig an, beflügelt durch den Ausbau der Infrastruktur für künstliche Intelligenz.

Ökonomen weisen darauf hin, dass die heimische Industrie den hohen Bedarf kurzfristig schlicht nicht bedienen kann. Fabriken lassen sich nicht über Nacht errichten, und die Lohnkosten in den USA bleiben hoch. Höhere Importabgaben ändern daher wenig daran, dass Unternehmen für Elektronik, Vorprodukte und Energie weiterhin auf Lieferanten aus Übersee angewiesen sind.

Indes kamen die Ausfuhren kaum voran. Die Exporte stiegen im August lediglich um 1,4 Prozent auf 315,2 Milliarden Dollar. Mit wichtigen Handelspartnern wie Mexiko, Vietnam und Malaysia verzeichneten die USA dadurch neue Rekordfehlbeträge im Warenhandel.

Druck auf das Wirtschaftswachstum und neue Zinssorgen

Der wachsende Fehlbetrag bremst das gesamtwirtschaftliche Wachstum im dritten Quartal spürbar. Volkswirte von Goldman Sachs senkten ihre annualisierte Prognose für die Sommermonate von 3,4 auf 3,1 Prozent. Nach aktuellen Berechnungen könnte der Außenbeitrag das Wachstum im Quartal um bis zu 2,5 Prozentpunkte nach unten ziehen.

Die anhaltende Überschussnachfrage erschwert zudem den Kampf gegen die Inflation. Nachdem die Federal Reserve ihren Leitzins im September um 25 Basispunkte auf eine Spanne von 3,75 bis 4,00 Prozent angehoben hat, untermauern die Handelsdaten die Erwartung weiterer Straffungen noch in diesem Jahr.

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Diskussion zu Goldman Sachs

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.